T-Mobile hat wieder Selbstvertrauen
Mannschaftszeitfahren stärkt Ullrich

Nach dem starken Mannschaftszeitfahren auf der 4. Etappe ist Jan Ullrich davon überzeugt, dass er nochmal in die Tourentscheidung mit eingreifen kann. Seinen Sturz im Training und das enttäuschende Abschneiden im Einzelzeitfahren hat er überwunden. Er gibt sich kämpferisch.

HB BLOIS. Der Rückstand auf Lance Armstrong wächst zwar weiter an, doch die Zweifel an der eigenen Form schwinden. Der dritte Platz beim Mannschaftzeitfahren von Tours nach Blois verhalf dem T-Mobile - Team um Kapitän Jan Ullrich aus dem Stimmungstief.

Nur vier Tage nach dem enttäuschenden Einzelzeitfahren zum Auftakt der Tour de France hatte Mario Kummer endlich Grund zur Zufriedenheit. Sichtlich erleichtert sprach der Sportliche Leiter von einer Trendwende: "Die Mannschaft hat sich zusammengerauft und eine Jetzt-erst-recht-Mentalität gezeigt. Das wird ihr Auftrieb geben."

Der Schreck über den Trainingssturz von Ullrich und den schlechten Tour-Start scheint überwunden zu sein. Der von vielen bereits nach der ersten Etappe abgeschriebene Gesamtsieger von 1997 trieb sein Team zum besten Ergebnis seit der Wiedereinführung des Wettbewerbs im Jahr 2000. Dass sein langjähriger Widersacher Armstrong am Ende der 4. Etappe erstmals das Gelbe Trikot überstreifte und seinen Vorsprung auf 1:36 Minuten ausbaute, konnte Ullrich deshalb nicht schocken. Kaum im Ziel wirkte er kämpferischer denn je: "Es wird zwar eine Narbe bleiben, aber meine Wunden sind fast verheilt. Es läuft von Tag zu Tag besser."

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Nicht nur Ullrich schöpfte neuen Mut. Auch der bisher formschwache Andreas Klöden, bisher 28. der Gesamtwertung, wähnt sich auf einem besseren Weg. "Wir sind noch immer angriffslustig und lassen uns die gute Stimmung nicht verderben", sagte er in Bezug auf die Kritik in der Heimat. Das beachtliche Team-Ergebnis wertete auch Manager Olaf Ludwig als Indiz dafür, dass die negativen Schlagzeilen der vergangenen Tage überzogen waren. "Diesen dritten Platz hatte uns nach dem vorigen Samstag wohl niemand mehr zugetraut", kommentierte er trotzig.

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