T-Mobile Profi beißt auf die Zähne
Kessler übersteht spektakulären Sturz

Die Fans des T-Mobile-Rennstalls mussten kurz den Atem anhalten, doch die Erleichterung folgte sofort. Matthias Kessler überstand einen spektakulären Sturz auf der 14. Etappe der Tour de France unbeschadet.

Bei der diesjährigen Tour de France durchlebt Matthias Kessler Höhen und Tiefen. Der T-Mobile-Profi hat zwölf Tage nach seinem ersten Etappensieg bei der Tour einen spektakulären Sturz in einer sechsköpfigen Ausreißergruppe unverletzt überstanden. Auf verschmutzter Fahrbahn waren 38km vor dem Ziel zunächst der Belgier Rik Verbrugghe (Cofidis) und der Spanier David Canada (Saunier Duval) mit ihren Rädern weggerutscht und in die Leitplanke geknallt. Kessler hatte noch versucht zu bremsen, war dadurch aber ebenfalls Richtung Straßenbegrenzung geschleudert und aus dem Sattel in die Wiese katapultiert worden.

Nach einem Radwechsel konnte der 27-jährige Franke zwar weiterfahren, verlor aber den Anschluss an die drei verbliebenen Ausreißer und fiel später auch aus dem Hauptfeld zurück. Anders als Kessler erlitt Verbrugghe einen Oberschenkelhalsbruch und Canada schied mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aus. "Matzes Glück im Unglück war, dass er noch für einen Moment bremsen und sich auf den Sturz vorbereiten konnte", erklärte Teamarzt Stefan Vogt.

"Schwärzester Tag meiner Karriere"

Schon rund eine Stunde zuvor hatten der Schwede Magnus Backstedt (Liquigas) und Erik Zabels Milram-Teamkollege Mirko Celestino (Italien) das Rennen beendet. Damit waren noch 155 von ursprünglich 176 beim Prolog am 1. Juli in Straßburg gestartete Profis dabei.

"Das ist der schwärzeste Tag in meiner Karriere. Ich war mit Abstand der Stärkste in der Spitzengruppe und hätte gewinnen können", erklärte Kessler frustriert. Als einer von sechs Ausreißern hatte er zum Zeitpunkt des Sturzes 3:40 Minuten vor dem Hauptfeld gelegen. Im Ziel war er untröstlich: "Bis dahin ist alles super gelaufen und dann bin ich unverschuldet um meine Chance gebracht worden. Das ärgert mich maßlos." Am Ende hatte Kessler 12:04 Minuten Rückstand auf Tagessieger Fedrigo.

© SID

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