T-Mobile Team in aller Munde
"Magenta" beherrscht die Tour de France

Auch ohne Jan Ullrich läuft es beim T-Mobile-Team mit vier Fahrern unter den ersten sechs der Tour de France richtig rund. Licht (Markus Fothen) und Schatten (Levi Leipheimer) gibt es derweil bei Konkurrent Gerolsteiner.

Vor dem Start der Tour de France schien das Team Gerolsteiner dem T-Mobile-Team den Rang abgelaufen zu haben, doch bei der 93. Frankreich-Rundfahrt schlägt der Konkurrent aus Bonn zurück: Während die T-Mobile-Mannschaft trotz der Suspendierung ihres Kapitäns Jan Ullrich weiter um den Toursieg kämpft, mussten die "Gerolsteiner" am ersten Ruhetag ihre Ziele für die Frankreich-Rundfahrt korrigieren.

Mit der Gesamtführung des Ukrainers Sergej Gontschar und drei weiteren Fahrern unter den ersten Sechs sieht sich das Magenta-Team bestens für die bevorstehenden Bergetappen gerüstet. "Wir sind in einer tollen Ausgangslage und haben taktisch eine Reihe von Möglichkeiten, auf die Angriffe der Konkurrenz zu reagieren", erklärte Teamchef Olaf Ludwig am Montag in Bordeaux: "Wir werden versuchen, diese Position zu behaupten, indem wir mit möglichst vielen Fahrern lange vorne platziert sind." Einziges Handicap sei die Reduzierung des Teams auf sieben Fahrer nach dem Aus der unter Doping-Verdacht stehenden Ullrich und Oscar Sevilla (Spanien).

Gerolsteiner musste dagegen nach der ersten Woche den erhofften Podiumsplatz schon abschreiben. "Für einen Platz unter den ersten drei wird es nicht mehr reichen", sagte Teamchef Hans-Michael Holczer, der seiner Mannschaft aber immer noch eine erfolgreiche Rundfahrt zutraut: "Das Ziel Top-10 würde ich ungern aufgeben", erklärte der 52-Jährige.

Angesichts des Totalausfalls von Kapitän Levi Leipheimer (USA), der im Zeitfahren von Rennes 6:06 Minuten Rückstand kassierte, denkt man beim Rennstall aus der Eifel schon über Alternativen nach. Die habe man möglicherweise in Youngster Markus Fothen, so Holczer: "Wir wollen erst mal abwarten, wie sich Markus auf den ersten Bergetappen schlägt, aber wir sind flexibel genug, ihn von einer Minute auf die andere zum Kapitän zu machen."

Als bester Gerolsteiner-Fahrer im Gesamtklassement liegt der 25-Jährige 1:50 Minuten hinter Spitzenreiter Sergej Gontschar (Ukraine/T-Mobile) auf Rang fünf. Dennoch will Holczer sein wohl größtes Nachwuchstalent nicht verheizen: "Er hat keinen Druck, aber alle Freiheiten, das beste aus seiner Position zu machen."

Insgesamt zeigte sich Holczer vom bisherigen Verlauf der Tour - besonders aus deutscher Sicht - überrascht. Im Absturz von Ullrich sieht er sogar eine Chance für den deutschen Radsport: "Die Zeit für die jungen Fahrer ist gekommen, da die Ära Ullrich wohl beendet ist. Und einige haben diese Rolle bereits toll angenommen."

© SID

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