T-Mobile und Gerolsteiner haben bei der Frankreich-Schleife große Ziele
Deutsche Teams blasen zur Attacke

Die beiden deutschen Radsport-Teams wollen bei der diesjährigen Tour de France vorne mitmischen: Während das Team T-Mobile vom Gesamtsieg bei der 91. Auflage der Tour de France träumt, ist für das Team Gerolsteiner ein Platz auf dem Podium das ausgewiesene Ziel.

HB DÜSSELDORF. Mehr denn je gilt das Hauptaugenmerk der deutschen Radsport-Teams T-Mobile und Gerolsteiner dem Gesamtklassement der Tour de France - die Sprinter haben deutlich an Stellenwert verloren. Vor allem der Rennstall aus Bonn bläst zum Angriff auf den sechsmaligen Rundfahrt-Sieger Lance Armstrong. Selbst der erfolgreichste deutsche Radprofi Erik Zabel fiel den Plänen der Teamleitung zum Opfer. "Die setzen hundertprozentig auf Gelb. Da ist kein Platz für Zugeständnisse", kommentierte Jens Voigt vom dänischen Rennstall CSC den mutigen Schritt, auf den populären Star aus Unna nach einem zehnjährigen Dauerticket bei der Tour zu verzichten.

Von Spitzenplätzen bei der Tour schienen beide deutschen Teams noch vor Monaten weit entfernt. Die positive Doping-Probe bei Danilo Hondo während der Murcia-Rundfahrt Anfang März versetzte die Gerolsteiner nach Jahren steter Aufwärtsentwicklung in einen kollektiven Schockzustand. Und auch bei der magentafarbenen Konkurrenz lief nicht alles nach Plan: Die von Klöden angestoßene Diskussion um die Tour-Nominierung von Zabel offenbarte teaminterne Machtkämpfe. Ausbleibende Erfolge rundeten in beiden Lagern das Bild vom verpatzten Saisonstart ab.

Doch rechtzeitig vor dem Höhepunkt des Jahres zeigen Formkurve und Stimmungsbarometer wieder nach oben. Mit dem Sieg von Alexander Winokurow am 24. April bei Lüttich-Bastogne-Lüttich verstummte die Kritik an dem schlechtesten Saisonstart der T-Mobile-/Telekom-Fahrer seit 1992. Mittlerweile kommt niemand mehr auf die Idee, die Vorbereitung des Teams in Frage zu stellen: Die Siegfahrt von Winokurow hinauf zum Mont Ventoux bei der Dauphiné-Rundfahrt und der Erfolg von Ullrich beim Zeitfahren der Tour de Suisse machten deutlich, dass der Formaufbau stimmt.

Nicht nur im T-Mobile-Team geht es voran: Der famose Parforceritt von Fabian Wegmann am 4. Juni beim Grand Prix Schwarzwald und der dritte Rang von Levi Leipheimer bei der 57. Dauphiné Libéré verhalfen dem Team Gerolsteiner über den Doping-Schock hinweg.

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