Tagessieg für Robbie McEwen
Ullrich führt die Tour de Suisse weiter an

Bei der Tour de Suisse hat T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich seine Spitzenposition vor dem Australier Bradley McGee verteidigt. Der 31-jährige Tour-de-France-Sieger von 1997 kam am Dienstag auf dem mit 205 Kilometer längsten Tagesabschnitt von Vaduz/Liechtenstein nach Bad Zurzach mit der großen Kopfgruppe als 19. ins Ziel.

HB ZURZACH. Da McGee keine Zeitgutschrift erkämpfen konnte wie am Vortag mit seinem Etappensieg, behauptet Ullrich weiterhin zwei Sekunden Vorsprung.

Der Wahlschweizer aus Scherzingen hat Erfahrung mit knappen Zeitabständen, denn bei seinem Gesamtsieg im Vorjahr lag Ullrich lediglich eine Sekunde vor Fabian Jeker (Schweiz). Den Tagesabschnitt gewann im Massenspurt der Australier Robbie McEwen nach 4:42:40 Stunden vor Daniele Colli (Italien) und Aurelien Clerc (Schweiz). Für den ungefährdeten McEwen war es der vierte Etappensieg in der Geschichte dieser Rundfahrt. Bester Deutscher auf der vierten Etappe war Fabian Wegmann (Münster) vom Team Gerolsteiner als Achter.

Hauptdarsteller des Tages waren allerdings Bart Dockx (Belgien), Allan Johansen (Dänemark) und Lorenzo Bernucci (Italien) mit einem Ausreißversuch über 135 Kilometer, der erst vier Kilometer vor dem Ziel gestoppt wurde. Dieses Trio konnte sich nach 66 Kilometern absetzen, da es keine Gefahr für Jan Ullrich und sein Gelbes Trikot des Spitzenreiters darstellte. Die Ausreißer hatten nach über 50 Kilometern schon 7:30 Minuten Vorsprung. Damit wurde Bernucci mit 7:53 Minuten Rückstand auf Ullrich langsam gefährlich.

Der Rennverlauf kam dem Spitzenreiter trotzdem entgegen, da McGee ohne Zeitgutschrift blieb. Ullrich sah mit seinem Team keinen Grund, bei der Verfolgung auf das Tempo zu drücken. Er bekräftigte, dass der Formaufbau für den Zweikampf bei der Tour de France mit Seriensieger Lance Armstrong (USA) im Mittelpunkt seiner Bemühungen steht und keineswegs der erneute Sieg bei der Schweiz-Rundfahrt. In der Endphase sorgten die Sprinter-Teams für schnelle Fahrt, das Führungstrio war ohne Chance.

Die längste Etappe mit drei Bergwertungen der dritten Kategorie war zu Beginn von erfolglosen Ausreißversuchen geprägt, an denen auch Jens Voigt (Berlin) vom dänischen Team CSC und später Steffen Wesemann (Küttingen/Schweiz) vom T-Mobile-Team beteiligt waren. Nachdem am Vortag mit Olympiasieger Paolo Bettini (Italien) ein prominenter Fahrer das Rennen aufgegeben hatte, stieg am Dienstag der frühere Zeitfahrweltmeister Sergej Gonschar (Ukraine) vom Rad.

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