Tagessieg geht an Schweizer Albasini
Ullrich verteidigt Gelbes Trikot

Jan Ullrich hat bei der 5. Etappe der Tour de Suisse seine Gesamtführung ohne größere Mühe verteidigt. Damit konnte er Kraft für die kommenden entscheidenden Alpen-Etappen sparen, zu denen er im Gelben Trikot antritt.

HB ALTDORF. Der T-Mobile-Kapitän führt weiter mit dem minimalen Vorsprung von zwei Sekunden vor dem Australier Bradley McGee. Den Tageserfolg holte sich am Mittwoch nach 176 Kilometern von Bad Zurzach nach Altdorf der Schweizer Michael Albasini im Sprint einer siebenköpfigen Ausreißergruppe.

An diesem Donnerstag steht nach 159 Kilometern die Bergankunft in Arosa auf dem Programm, auf dem Weg dorthin ist der 2046 Meter hohe Oberalp-Pass zu überwinden. Dagegen stellte der Tagesabschnitt nach Altdorf mit zwei Anstiegen der dritten Kategorie keine außergewöhnlichen Anforderungen. Nicht mehr dabei war Mitfavorit Alejandro Valverde. Der Spanier trat am Mittwoch nicht an.

Eine Gruppe mit sieben Fahrern startete nach gut 40 Kilometern den ersten erfolgreichen Ausreißversuch und fuhr längere Zeit rund vier Minuten vor dem Hauptfeld. 40 Kilometer vor dem Ziel verschärften die Verfolger das Tempo, doch zur erwarteten Sprintankunft kam es nicht mehr. Albasini siegte vor dem Schweizer Meister Gregory Rast und dem Österreicher René Haselbacher vom Team Gerolsteiner. Die Ausreißer retteten rund 35 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

Nach der 4. Etappe betonte T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer am Dienstagabend, dass Ullrich die Mannschaft des Bonner Rennstalls als Kapitän in die Tour de France führen wird. Auch Teamgefährte Alexander Winokurow aus Kasachstan startet mit großen Ambitionen in die Frankreich-Rundfahrt, die am 2. Juli beginnt. Der letztjährige Zweite Andreas Klöden fährt dagegen seiner Form hinterher.

"Es ist klar, dass wir für den fahren, der am Besten ist. Ich habe kein Problem damit, für Wino zu fahren, wenn er der Stärkste ist. Diese Situation macht es nur schwerer für unsere Gegner", sagte Ullrich nach Angaben des Internet-Anbieters "Radsportnews.com". Der sechsmalige Tour-Sieger Lance Armstrong habe bei der Fernfahrt Dauphiné Libéré sehr gut ausgesehen, sagte Ullrich. Der Amerikaner war dort vor Winokurow Gesamt-Vierter.

Ullrich betonte jedoch, er glaube an seine Siegchance bei der Tour und fügte hinzu: "Es gibt auch noch andere Gegner. Außerdem ist es viel wichtiger, die Tour zu gewinnen als Armstrong zu schlagen." Das T-Mobile-Team stellt sein Tour-Aufgebot am Mittwoch kommender Woche in Bonn vor.

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