Tampa Bay Rays spielen um den Sieg in der Major League Baseball
Homerun für den ehemaligen Investmentbanker Sternberg

"Es ist eine Saison, in der die Hungerleider den Fettwänsten der Liga das Fürchten lehren", schreibt die New York Times über den Erfolg der Tampa Bay Rays. Ein einstiger Wallstreet-Händler hat aus notorischen Verlierern ein erfolgreiches Baseball-Team geformt.

BERLIN. In den Südwesten von Florida fährt man nicht, um die großen Spiele zu spielen, sondern um sich auf sie vorzubereiten. Seit die Chicago Cubs 1913 hier zum ersten Mal ihre Saisonvorbereitung durchführten, kommt in die Region Tampa-Sankt Petersburg vor allem dann Leben, wenn im Februar und März zahlreiche Profimannschaften ihre Trainingslager beziehen. Doch kaum ist das Frühjahrs-Training vorbei, zeigen die Menschen im Sonnenstaat dem Baseball wieder die kalte Schulter.

Ein Wunder war es deshalb nicht, dass die NBC am Sonntagabend lieber ein Footballspiel der Tampa Bay Bucaneers übertrug. Und das, obwohl sich zum selben Zeitpunkt ein paar Kilometer weiter in Sankt Petersburg die Tampa Bay Rays gerade in die Geschichtsbücher der Major League Baseball (MLB) einschrieben. Nach ihrem vierten Sieg im siebten Spiel gegen Titelverteidiger Boston Red Sox haben die "Rochen" zum ersten Mal in ihrer Geschichte das Finale der MLB, die sogenannte World Series, erreicht.

Der Erfolg der Rays ist vor allem deshalb so bemerkenswert, weil das Team die scheinbar unzertrennliche Verbindung von Geld und Erfolg in der MLB durchbrochen hat. Mit Gehaltsausgaben von knapp 44 Millionen Dollar - den zweitniedrigsten aller 30 Klubs - setzten sich die Rays gegen die Großverdiener der New York Yankees (209 Millionen) und Red Sox (133 Millionen) durch. "Es ist eine Saison, in der die Hungerleider den Fettwänsten der Liga das Fürchten lehren", schrieb die "New York Times" nachdem die Yankees die Play-offs verpasst hatten. Als Schmalhans darf zweifellos auch der zweite Finalist gelten, die Philadelphia Phillies, die das letzte Mal vor knapp dreißig Jahren im Finale aufgetaucht waren und nun , so die "Chicago Sun", eine der unattraktivsten World Series seit dem Zweiten Weltkrieg" komplettieren.

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