Task Force gebildet
DFB macht sich bei der Fifa für Videobeweis stark

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird sich als Konsequenz aus dem Manipulationsskandal beim Weltverband Fifa für die Einführung technischer Hilfsmittel wie den Videobeweis stark machen.

HB FRANKFURT/MAIN. Das DFB-Präsidium beschloss am Sonntag auf seiner außerordentlichen Sitzung in Frankfurt/Main, die Fifa in einem Brief um Unterstützung zu bitten. "Dies soll die Schiedsrichter in ihren Tatsachenentscheidungen stützen und vor Fehlentscheidungen schützen", begründete Mediendirektor Harald Stenger den Vorstoß des DFB.

Bei dem Treffen kam es auch zu einer Aussprache zwischen dem Geschäftsführenden Präsidenten Theo Zwanziger und DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Dabei wurden in der Vergangenheit aufgetretene Missverständnisse ausgeräumt und für die Zukunft klare Kommunikationswege und-abläufe zwischen den beiden DFB-Chefs abgestimmt. Zwanziger dementierte allerdings einen Bericht der "Bild am Sonntag", dass die Doppelspitze vor dem Ende stünde. "Ich habe nicht mit einem Rücktritt gedroht", sagte Zwanziger.

Auf der Sitzung der DFB-Führungsspitze wurde zudem eine vierköpfige Task Force gebildet, die künftig in allen aus dem Manipulationsskandal resultierenden Fragen schnelle Entscheidungen treffen soll. Ihr gehören Zwanziger, Vizepräsident Horst R. Schmidt, Schatzmeister Heinrich Schmidhuber sowie Werner Hackmann, Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL), an. "Das ist so eine Art Geschäftsführendes Präsidium", charakterisierte Stenger das Gremium. Das Präsidium beschloss zudem die Schaffung einer hauptamtlichen Stelle für Wettangelegenheiten beim DFB.

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