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Team Germany bleibt am Sonntag sieglos

Am Sonntag gab es für das United Internet Team Germany bei den Matchrace-Regatten in Malmö zwei weitere Niederlagen. Sowohl Titelverteidiger Alinghi als auch Victory Challenge waren schneller als das deutsche Syndikat.

Bei den sechsten Testregatten (Act 6) für den 32. America´s Cup 2007, die derzeit im schwedischen Malmö ausgefahren werden, läuft es für das deutsche United Internet Team Germany weiter sehr bescheiden. Nach dem Startverzicht am Samstag hat das deutsche Segel-Syndikat am vierten Renntag zwei weitere Niederlagen hinnehmen müssen. Zunächst gab es in Malmö die erwartete Schlappe gegen den Schweizer Titelverteidiger Alinghi um Skipper Jochen Schümann (Penzberg), der den ersten deutschen Teilnehmer in der 154-jährigen Geschichte der Veranstaltung um 1:45 distanzierte und als einziges Team noch ungeschlagen ist. Anschließend war die schwedische Victory Challenge 1:20 Minuten schneller.

Die Deutschen waren nach einem schweren Unfall am Freitag, bei dem sich Vorschiffsmann Christian Buck (Rostock) einen Jochbeinbruch und zahlreiche Prellungen zugezogen hatte, zu ihren fünften und sechsten Wettfahrten am Samstag wegen Materialproblemen nicht angetreten. Da der erst vor dem Act sechs von der italienischen Luna Ross erworbene Mast schwer beschädigt ist, musste das Team Germany am Sonntag mit dem veralteten Material segeln, das bei den letzten Testrennen im Juni vor Valencia im Einsatz war.

Team Germany trennt sich von Sportvorstand John

Neben den Niederlagen sorgte das Team auch durch die Beurlaubung von Sportvorstand Andreas John für Schlagzeilen. "Wir brauchen einen erfahrenen Sportdirektor. Nach den Beobachtungen der vergangenen Wochen und Tage sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir schneller als geplant etwas verändern müssen", sagte Syndikats-Chef Uwe Sasse. John habe seine Aufgaben nicht erfüllt.

Auch Sasse will sich bis zum Ende des Jahres von seinem Posten zurückziehen und nur als Gesellschafter der Challenger-AG fungieren, an der er ebenso wie Hauptsponsor und Aufsichtsratsboss Ralph Dommermuth 50 Prozent hält. "Ich habe einfach zu viele Dinge zu tun. Es war immer klar, dass ich die Rolle nicht auf Dauer ausfüllen kann. Das war auch nie so geplant", sagte der 43-Jährige, der in den kommenden Tagen gemeinsam mit Dommermuth eine neue Führungsstruktur diskutieren wird.

Buck auf dem Weg der Besserung

Gute Nachrichten hingegen gibt es von Christian Buck. Nachdem der Vorschiffsmann am Freitagabend beim Zurückschleppen der Yacht in den Hafen von Malmö gegen den Mast geschleudert worden war und einen Jochbeinbruch sowie Prellungen erlitten hatte ist Buck nun wieder auf dem Weg der Besserung.

Am Montag stehen für die Crew um Skipper Jesper Bank (Dänemark) die Duelle mit dem südafrikanischen Team Shosholoza (12 Uhr) und der französischen K-Challenge (15 Uhr) auf dem Programm.

© SID

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