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Team Germany für höhere Aufgaben gerüstet

Elf Rennen, drei Siege: Die America´s-Cup-Novizen vom Team Germany haben die Feuertaufe bei den vierten Testregatten bestanden. "Es ist viel besser gelaufen, als wir erwartet hatten", sagte Skipper Jesper Bank.

Das deutsche Segel-Syndikat Team Germany war nach drei Siegen aus zehn Rennen bei den vierten Testregatten (Act 4) für den 32. America´s Cup 2007 vor Valencia hochzufrieden. "Es ist viel besser gelaufen als wir erwartet hatten. Wir dachten, dass wir ohne Sieg nach Hause fahren, und jetzt haben wir drei, das ist phantastisch", sagte der dänische Skipper Jesper Bank: "Ich bin zu 100 Prozent zufrieden. Wir werden mit den Füßen auf dem Boden bleiben und uns weiterentwickeln." Zum Abschluss kassierte die Mannschaft heute eine Niederlage gegen die +39-Challenge (Italien). Dabei wurde die Crew um Skipper Jesper Bank aus der Wertung genommen, nachdem sie eine falsche Tonne gerundet hatte.

In 48 Tagen von 0 auf 100

Gerade mal 48 Tage nach der Startzusage kurz vor Ablauf der Meldefrist am 29. April war der erste deutsche Teilnehmer in der 154-jährigen Geschichte der Veranstaltung beim Act vier angetreten. Zum Training auf dem Wasser blieb vor dem ersten Rennen eine Woche Zeit. Die von der italienischen Mannschaft Mascalzone Latino (jetzt Team Capitalia) gekaufte Yacht aus dem Jahr 2003 wurde im Rekordtempo von sechs Tagen dem inzwischen erforderlichen Standard angepasst.

"Als wir die Meldung abgegeben hatten, haben wir 30 Startknöpfe auf einmal gedrückt und mit Hochdruck gearbeitet. Trotzdem habe ich die Annahme, dass wir in Valencia auch nur einen Sieg holen könnten, für lächerlich gehalten. Wir wollten testen, lernen und uns von den anderen Teams inspirieren lassen", erklärte Bank, dessen Team gegen die französische K-Challenge, das Team Shosholoza (Südafrika) und das Team China überraschend die Oberhand behalten hatte.

Lob für das Team Germany gab es auch vom derzeit wohl besten deutschen Segler. "Sie haben in kurzer Zeit sehr viel geschafft und können schon gut mit dem Boot umgehen. Wenn sie sich so weiterentwickeln, können sie eine gute Rolle spielen", sagte der dreimalige Olympiasieger Jochen Schümann aus Penzberg, der die Regattaserie mit dem Schweizer Titelverteidiger Alinghi schon vor dem letzten Rennen gegen die Luna Rossa (Italien) vorzeitig und ungeschlagen gewonnen hatte.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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