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Team Germany muss sich kampflos geschlagen geben

Training statt Wettkampf stand für das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany am Samstag beim Act sechs zum 32. America´s Cup 2007 auf dem Programm. Probleme mit dem neuen Mast verhinderten den Start in Malmö.

Zum Zuschauen war das deutsche Segel-Syndikat United Internet Team Germany am Samstag bei den sechsten Testregatten zum 32. America´s Cup 2007 vor Valencia verdammt. Probleme mit dem vor dem Act sechs von der italienischen Luna Rossa erworbenen Mast verhinderten einen Start in Malmö. Dieser hatte bei dem Unfall nach dem Sieg über das Team China am Freitag offenbar mehr Schaden als erwartet genommen. Der erste deutsche Teilnehmer in der 154-jährigen Geschichte der Veranstaltung verzichtete daher auf die Wettfahrten gegen das Team Capitalia (Italien) sowie die US-Kampagne BMW Oracle Racing und gab sich kampflos geschlagen.

Training statt Wettkampf

"Wir gehen aber davon aus, dass wir am Sonntag wieder dabei sein werden", sagte Team-Sprecher Peter Kirchberger. Der beschädigte Mast musste gegen Material ausgetauscht werden, das bei den letzten Vorbereitungswettfahrten im vergangenen Juni vor Valencia im Einsatz war. Am Samstag standen somit Trainingseinheiten auf dem Programm, um die neuen Segel mit dem alten Mast abzustimmen. Sollten die erforderlichen Ersatzteile jedoch rechtzeitig eintreffen, könnte am Sonntag auch wieder mit dem ehemaligen Luna-Rossa-Mast gesegelt werden.

Der Rostocker Vorschiffsmann Christian Buck, der bei dem Unfall einen Bruch des rechten Jochbeins und mehrere Prellungen erlitten hatte, befindet sich derweil im Universitäts-Krankenhaus von Lund weiter auf dem Weg der Besserung. Nach Angaben von Skipper Jesper Bank ist der 27-Jährige, der beim Zurückschleppen in den Hafen den Halt verloren hatte und gegen den Mast geschleudert worden war, inzwischen wieder guter Dinge.

Neben Material- auch Verletzungssorgen

"Die Nachricht vom Unfall war und ist eine starke Belastung für das gesamte Team. Wir sind daher alle erleichtert, dass es Christian den Umständen entsprechend gut geht", sagte Syndikats-Chef Uwe Sasse. Wann Buck das Krankenhaus verlassen kann, ist derweil noch ungewiss. Zunächst soll eine Kernspintomographie durchgeführt werden. Da neben dem Vorschiffsmann auch die erfahrenen Crewmitglieder Nico Jeschonnek aus Kiel (Nackenprobleme) und Geordie Shaver aus den USA (Daumenverletzung) wohl weiter verletzt ausfallen, hat das Team außer mit Material- auch mit Personalproblemen zu kämpfen.

Im siebten Act-6-Rennen am Sonntag trifft das Team Germany zunächst auf Titelverteidiger Alinghi mit Skipper Jochen Schümann aus Penzberg (12 Uhr). Die Alinghi bleibt das Maß aller Dinge. Im Duell von zwei bisher ungeschlagenen Syndikaten besiegten die Eidgenossen in Malmö zunächst Mitfavorit BMW-Oracle-Racing (USA) souverän mit 1:29 Minuten Vorsprung. Anschließend wurde auch die spanische Desafio Espanol um 1:01 Minuten distanziert. Neben Alinghi hat einzig das Team New Zealand nach sechs Wettfahrten noch eine "weiße Weste". Nach dem Rennen gegen die Alinghi wartet auf die Deutschen die schwedische Victory Challenge (15 Uhr).

© SID

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