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Team T-Mobile macht Nägel mit Köpfen

Die Tour de France 2005 hat noch nicht begonnen, da laufen die Planungen beim Bonner Radrennstall Team T-Mobile für 2006 bereits auf Hochtouren. Im Mittelpunkt stehen dabei Patrick Sinkewitz und Michael Rogers.

Einen Tag vor dem Start der 92. Tour de France hat sich beim Team T-Mobile im Hinblick auf die kommenden Saison 2006 etwas getan: Der Bonner Radrennstall hat die Verpflichtung von Deutschland-Tour-Gewinner Patrick Sinkewitz (Fulda) perfekt gemacht und damit eines der hoffnungsvollsten Talenten geholt. Der 23-Jährige kommt vom belgischen Team Quick Step und erhält einen Drei-Jahres-Vertrag.

Die Bekanntgabe des Wechsels durch T-Mobile-Manager Olaf Ludwig kam Sinkewitz allerdings überhaupt nicht gelegen, befürchtet er doch Ärger von Seiten seines Teamchefs Patrick Lefevere. Neben dem deutschen Tour-Debütanten dürfte Quick Step auch Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers an das Magenta-Team verlieren. Jedenfalls macht sich Lefevere kaum noch Hoffnungen, den 24-Jährigen, der in diesem Jahr vor Jan Ullrich den zweiten Platz bei der Tour de Suisse belegt hatte, im Transferpoker gegen T-Mobile halten zu können.

Winokurow soll bleiben

Halten möchte T-Mobile weiterhin Alexander Winokurow, dessen Vertrag ausläuft. "Wir haben ihm ein gutes Angebot unterbreitet", sagt Ludwig, der in der kommenden Saison die Nachfolge des scheidenden Teamchefs Walter Godefroot antritt. Winokurow hat mehrere Anfragen vorliegen, unter anderem vom Armstrong-Team Discovery Channel und dem französischen Rennstall Cofidis, eine Entscheidung aber auf die Zeit nach der Tour vertagt.

Lance Armstrong hält die Chancen indes für gering, dass der Tour-Dritte von 2003 im nächsten Jahr seine Nachfolge als Kapitän beim amerikanischen Team antreten wird. "Ich denke, er wird bei T-Mobile bleiben. Dort ist er glücklich." Seine Wertschätzung für den diesjährigen Gewinner des Frühjahrsklassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich betonte Armstrong aber noch einmal ausdrücklich: "Er ist einer der Fahrer, der in der Gruppe am härtesten arbeitet. Er ist sehr gut in den Bergen und im Zeitfahren."

Ullrich sorgt für Verwirrung

Ein wenig für Verwirrung hat indes Jan Ullrich gesorgt. Fragen nach seiner Zukunft bei einem möglichen zweiten Toursieg ließ der 31-Jährige offen. "Ich konzentriere mich die nächsten dreieinhalb Wochen auf die Tour. Was danach kommt, weiß ich noch nicht", sagte Ullrich, der allerdings noch einen Vertrag bis 2006 besitzt.

Noch keinen neuen Kontrakt für das kommende Jahr haben bei T-Mobile auch Matthias Kessler (Nürnberg) und der für die Tour ausgebootete Vize-Weltmeister Erik Zabel (Unna). Bei Kessler deutet alles auf eine Fortsetzung seines siebenjährigen Engagements hin: "Ich fühle mich sehr wohl. Wenn ich gut bei der Tour fahre, dürfte es kein Problem sein, einen neuen Vertrag zu erhalten." Allerdings erwartet der Franke dann, dass "ich auch mal einige Chancen erhalte". So möchte der 26-Jährige bei den Frühjahrsklassikern auch mal als Kapitän an den Start gehen.

Zabel noch nicht sicher

Bislang nicht entschieden hat sich Zabel. Ludwig hat dem 35-Jährigen einen Zwei-Jahres-Vertrag mit einer anschließenden Funktion als Repräsentant des Teams angeboten. Der Sprinter, der in den kommenden Tagen bei der Österreich-Rundfahrt startet, hat sich aber Bedenkzeit erbeten. Auch beim Team Gerolsteiner ist Zabel ein Thema.

© SID

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