Tennis ATP
ATP-Präsident de Villiers kündigt Reformen an

Die Association of Tennis Professionals (ATP) hat tief greifende Änderungen im Herren-Tennis angekündigt. Künftig sollen kürzere Finals, höhere Preisgelder und Jeder-gegen-jeden-Formate für mehr Spannung sorgen.

Mit höheren Preisgeldern und kürzeren Finals soll das Herren-Tennis reformiert werden. Zudem sind Jeder-gegen-jeden-Formate geplant. Diese tief greifenden Änderungen für das kommende Jahr kündigte ATP-Präsident Etienne de Villiers (Südafrika) am Rande des Masters-Cups in Schanghai an. So werden beispielsweise die Endspiele der Turniere in Stuttgart und Hamburg von drei auf zwei Gewinnsätze verkürzt, um die Belastung der Spieler zu reduzieren und TV-Übertragungen zu erleichtern.

Außerdem sind die Turniere in Barcelona, Basel, Gstaad, Kitzbühel, Wien und die zur Masters-Serie gehörenden Veranstaltungen in Madrid, Monte Carlo und Rom von den Final-Kürzungen betroffen. Erstmals seit dem Jahr 2000 steigen die Preisgelder wieder übergreifend bei allen Turnieren der Association of Tennis Professionals (ATP).

Jeder-gegen-jeden-Formate werden vorerst getestet

Zudem soll das Video-Überwachungssystem "Hawkeye" vermehrt zum Einsatz kommen. Spieler können sich des Kontrollsystems bedienen, um strittige Entscheidungen noch einmal als dreidimensionale Computeranimation zu sehen.

Die Jeder-gegen-jeden-Formate, bei denen Spieler Gruppen zugeteilt werden und je ein Match gegen die Gruppengegner bestreiten, sollen in drei verschiedenen Varianten bei ausgewählten, noch nicht bekannt gegebenen Turnieren getestet werden. Zuschauer können somit ihren Favoriten selbst bei einer Niederlage noch weitere Male sehen. "Ich bin darüber nicht so glücklich, aber es ist ein Test, und wir werden sehen, wie es funktioniert", kritisierte allerdings der Weltranglistenerste Roger Federer das Format.

Die ATP reagiert mit den Reformen auf die Debatte um die hohe Belastung der Tennis-Profis, die beim Masters-Turnier in Paris erneut aufkam. Wegen Verletzung oder Erschöpfung war keiner der Top-fünf-Spieler in der französischen Hauptstadt angetreten.

© SID

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