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Baghdatis zerstört Kohlschreibers Final-Traum

Marcos Baghdatis aus Zypern hat den deutschen Daviscup-Spieler Philipp Kohlschreiber im Halbfinale der Gerry Weber Open im westfälischen Halle bezwungen. Im Finale trifft Baghdatis auf Tomas Berdych aus Tschechien.

Daviscupspieler Philipp Kohlschreiber ist bei den Gerry Weber Open im westfälischen Halle im Halbfinale ausgeschieden. Der Bamberger unterlag in der Vorschlussrunde Marcos Baghdatis (Zypern/Nr. 8) 6:7 (1:7), 4:6 Der Wimbledon-Halbfinalist von 2006 trifft im Endspiel am Sonntag (14.00 Uhr) auf Vorjahresfinalist Tomas Berdych. Der an Nummer vier gesetzte Tscheche bezwang den Finnen Jarkko Nieminen 7:6 (7:5), 6:4.

"Gute Woche" für Kohlschreiber

"Ich habe einige Chancen leichtfertig verschenkt. Das habe ich in den vergangenen Spielen besser gemacht. Trotzdem war es eine gute Woche für mich", sagte Kohlschreiber, der Baghdatis im Mai in München und Hamburg auf Sand jeweils in zwei Sätzen besiegt hatte. Doch diesmal war der Zyprer einen Tick besser und entschied die wichtigen Punkte für sich. Durch die Niederlage verpasste der Bamberger die Möglichkeit, als vierter deutscher Spieler nach Michael Stich (1994), Nicolas Kiefer (1999) und David Prinosil (2000) in Halle zu triumphieren.

Der 23-Jährige fand nur langsam ins Spiel, leistete sich zahlreiche leichte Fehler und lag schnell 0:3 in Rückstand. Nach dem Ausgleich bot sich Kohlschreiber beim Stand von 4:4 und mit drei Breakbällen die Möglichkeit, erstmals in Führung zu gehen. Doch der ehemalige Australian-Open-Finalist Baghdatis behielt die Nerven und gewann den Tiebreak deutlich. "In den entscheidenden Phasen habe ich gut aufgeschlagen. Kohlschreiber hat aber ein gutes Match gezeigt, da war es nicht einfach für mich", meinte der Sieger.

Im zweiten Durchgang kassierte die deutsche Nummer zwei das entscheidende Break zum 3:4. Nach 1:40 Stunden nutzte der stark spielende Baghdatis seinen zweiten Matchball.

Berdych dreht 2:4-Rückstand

Der 21-jährige Berdych, der ebenso wie sein Endspielgegner bisher zwei ATP-Turniere gewinnen konnte, ließ sich hingegen auch von einer Schwächephase im zweiten Satz nicht aus der Ruhe bringen. Nach seinem einzigen Aufschlagverlust und einem 2:4-Rückstand blieb der Tscheche gelassen und drehte mit druckvollem Grundlinienspiel die Begegnung. Nach 1:24 Stunden verwandelte er seinen zweiten Matchball.

"Ich wusste, dass ich auf Rasen gut spielen kann. Nach der Absage von Roger Federer ist die Chance in diesem Jahr gegeben, hier zu gewinnen. Am Sonntag will ich den letzten Schritt machen", meinte Berdych.

© SID

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