Tennis ATP
Beck im Halbfinale, Kiefer gibt verletzt auf

Andreas Beck hat beim ATP-Turnier in Gstaad den Einzug ins Halbfinale geschafft. Nicolas Kiefer hingegen musste sein Viertelfinal-Match gegen Thomaz Bellucci verletzt aufgeben.

Davis-Cup-Spieler Andreas Beck hat zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale bei einem ATP-Turnier erreicht. Der Stuttgarter gewann sein Viertelfinale in Gstaad gegen den Rumänen Victor Crivoi 6:4, 7:6 (7:5) und unterstrich damit seine gute Form der vergangenen Wochen.

Nicolas Kiefer hatte in seinem Viertelfinale in Gstaad Pech. Der 32-Jährige aus Hannover gewann den ersten Satz gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien souverän 6:3. Doch dann vertrat sich der Davis-Cup-Spieler beim Stand von 0:1 im zweiten Durchgang den rechten Fuß. Eine alte Bänderverletzung, die er im Januar erlitten hatte, brach wieder auf.

Schiedsrichter bleibt hart

In der Behandlungspause wurde der Knöchel von "Kiwi" mit einem Tape versorgt und Kiefer spielte weiter. Doch da das Gelenk anschwoll, wurde der neue Verband zu eng und Kiefer benötigte eine zweite Behandlung.

Als der Physiotherapeut das Tape entfernte, wies ihn der Oberschiedsrichter darauf hin, dass er erst im dritten Satz wieder eine Auszeit zur medizinischen Behandlung nehmen dürfe. Kiefer hätte nur ohne Tape weiterspielen dürfen. "Ich spiele seit 14 Jahren mit Tape und kenne meinen Fuß", sagte Kiefer nach dem Match, "ohne hätte ich nicht spielen können."

Dass der Schiedsrichter keine Gnade zeigte und so die Beendigung des Matches auf dem Platz verhinderte, wurmte den Davis-Cup-Spieler: "Ich habe ihn gefragt, ob er kein Herz habe und gesagt, dass ich mit einem frischen Tape weiterspielen könnte. Es ist schließlich auch schade für die Zuschauer."

Beck: "Darauf habe ich lange hingearbeitet"

Andreas Beck dagegen war nach 1:45 Stunden Kampf auf dem 1045m hoch gelegenen Sandplatz sehr zufrieden: "Ich freue mich riesig über meinen ersten Halbfinaleinzug. Darauf habe ich lange hingearbeitet." In der Vorschlussrunde trifft er erstmals in seiner Karriere auf den Brasilianer Marcos Daniel, der sich in zwei Sätzen gegen den Franzosen Florent Serra durchsetzte.

Gegen Crivoi lag Beck in beiden Sätzen mit Break zurück, ehe er sich wieder herankämpfte. Schon in den beiden Runden zuvor hatte er insgesamt 5:20 Stunden auf dem Platz gestanden. "Ich hatte sicher auch Glück", sagte Beck: "Und die Bedingungen in der Höhe sind schwierig."

© SID

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