Tennis ATP
Berrer muss sich Safin geschlagen geben

Michael Berrer ist beim ATP-Turnier in München in der zweiten Runde am Russen Marat Safin mit 6:7, 7:6 und 3:6 gescheitert. Damit sind alle Deutschen ausgeschieden.

Nun ist mit Michael Berrer auch der letzte deutsche Teilnehmer beim ATP-Turnier in München ausgeschieden. Der 27 Jahre alte Stuttgarter unterlag in der zweiten Runde der mit 349 000 Euro dotierten BMW Open dem ehemaligen Weltranglistenersten Marat Safin aus Russland 6:7 (4:7), 7:6 (7:5), 3:6. "Ich finde, ich habe ganz gut gespielt und gut dagegen gehalten. Für mich geht jetzt nicht die Welt unter", sagte der Schwabe, der allerdings zugeben musste, dass eventuell die Regenunterbrechung im dritten Satz den durchaus möglichen Sieg kostete: "Nach der Pause war Safin schneller wach."

"Bei einigen Schlägen hatte ich Glück"

Berrer verpasste damit auch auf der Anlage des Mttc Iphitos seine erste Viertelfinal-Teilnahme in diesem Jahr. Safin erreichte dagegen zum ersten Mal in dieser Saison die Runde der letzten Acht. Der zweifache Grand-Slam-Titelträger, Gewinner der US-Open 2000 und der Australian Open 2005, trifft nun auf den an Nummer zwei gesetzten Chilenen Fernando Gonzalez, der sich gegen Kristof Vliegen (Belgien) 1:6, 7:5, 6:3 durchsetzte. "Bei einigen Schlägen hatte ich Glück", sagte Safin und gestand Berrer zu, dass dieser "alle Fehler genutzt hat, die ich gemacht habe". Tatsächlich aber habe er das Match "dominiert".

Nach einem über weite Strecken ausgeglichenen und spannenden Spiel stand Berrer, derzeit auf Rang 65 der Weltrangliste geführt, bereits im zweiten Satz knapp vor dem Aus. Im Tiebreak lag er gegen den gleichaltrigen, trotz seines Absturzes auf Weltranglistenplatz 84 klaren Favoriten, mit 3:5 zurück, konterte aber mit vier Punkten in Serie und glich nach Sätzen aus. Zum Verhängnis wurde ihm dann eine 30-minütige Regenunterbrechung beim Stand von 1:1, 30:30 im dritten Durchgang. Berrer kassierte danach zwei schnelle Breaks, und Safin nutzte nach insgesamt 2:41 Stunden seinen zweiten Matchball.

Safin will nur Spaß am Tennis haben

Safin war nur dank einer Wildcard ins Hauptfeld gerutscht, ganz so ernst scheint der 27 Jahre alte Russe das Turnier freilich nicht zu nehmen: Seine Weltranglistenposition sei ihm egal, sagte er, "ich will Spaß am Tennis haben". Schließlich habe er in seiner Karriere "bereits bewiesen, was ich beweisen musste". Jetzt wolle er sein Leben genießen, "und ich bin in der glücklichen Lage, dass ich tun kann, was ich will". Mit den 13 Mill. Dollar Preisgeld, die er in den vergangenen zehn Jahren erspielt hat, lässt es sich in der Tat gut aushalten. Eine Gefahr für jeden Gegner bleibt er dennoch: "Wenn der will, spielt er Top-Fünf-Niveau", betonte Berrer.

Neben Philipp Petzschner (Bayreuth), der bereits am Mittwoch mit 4:6, 6:7 (7:9) gegen den an Nummer acht gesetzten Kroaten Marin Cilic verlor, hatte es Berrer als einziger Deutscher in die zweite Runde geschafft. Insgesamt waren sechs deutsche Profis im Hauptfeld vertreten. Nach Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber (Augsburg) hatte auch Tommy Haas (Sarasota/USA), der darüber hinaus auf seine Teilnahme an den Masters-Turnieren in Rom (ab Montag) und in Hamburg (ab 12. Mai) verzichtet, am Dienstag kurzfristig absagen müssen.

Überraschend im Viertelfinale steht auf der Anlage des Mttc Iphitos am Aumeister auch ein alter Bekannter. Der bereits 36 Jahre alte Younes El Aynaoui besiegte den an Nummer sieben gesetzten Belgier Steve Darvis 6:4, 3:6, 6:3. Der Marokkaner hatte das Turnier im Jahre 2002 gewonnen. Sein nächster Gegner ist Juan Martin del Potro aus Argentinien Juan Martin del Potro aus Argentinien, der überraschend den an Nummer vier gesetzten Russen Igor Andrejew 1:6, 6:0, 6:4 bezwang.

© SID

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