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Canas stoppt "unbesiegbaren" Federer

Seit sieben Monaten und 41 Spielen hatte Roger Federer nicht mehr verloren, jetzt endete die Siegesserie des Weltranglisten-Ersten in Indian Wells gegen Guillermo Canas. Weiter im Rennen ist hingegen Tommy Haas.

Die Erkenntnis ist beruhigend: Auch ein Roger Federer leistet sich mitunter einen schwachen Tag. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz verlor sein Zweitrunden-Match beim Masters-Turnier in Indian Wells gegen den nur als "Lucky Loser" ins Hauptfeld gerutschten Argentinier Guillermo Canas mit 5:7, 2:6. Federer, der das Turnier bereits dreimal gewinnen konnte, kassierte damit seine erste Niederlage nach 41 Siegen und acht Titeln in Folge. Damit hat der Rekord des Argentiniers Guillermo Vilas, der vor 30 Jahren 46-mal in Folge unbesiegt blieb, weiter Bestand.

Erste Auftaktpleite seit Ende 2004

Zuletzt hatte der 25-jährige Schweizer Ende Juli 2004 in Cincinnati gegen den Slowaken Dominik Hrbaty ein Auftaktmatch verloren. Der letzte "Lucky Loser", dem ein Sieg gegen die Nummer eins der Welt gelang, war im Frühjahr 1996 der Australier Sandon Stolle, der in Dubai gegen den Österreicher Thomas Muster gewann.

Federer, der seine letzte Niederlage im August in Cincinnati gegen den Schotten Andy Murray kassierte, hatte nach Freilos in der ersten Runde gegen den wegen seiner Dopingsperre im vergangenen Jahr bis auf Platz 514 der Weltrangliste abgerutschten Canas mit Blasen an den Füßen zu kämpfen und ließ sich im Verlauf des Matches zweimal behandeln.

Wie immer, so blieb der Superstar aus der Schweiz auch im Moment der Niederlage ein fairer Sportsmann. Die Tatsache, dass er sich wegen der Probleme mit den Füßen durch das Match gequält hatte, wollte Federer nicht als Entschuldigung gelten lassen. "Canas hat ausgezeichnet gespielt. Ich habe nicht mal schlecht gespielt, aber er hat völlig verdient gewonnen."

Intensive Vorbereitung mit Sampras

Der verpasste Rekord interessierte Federer weniger: "Ich habe vor dem Match nicht an den Rekord gedacht, sondern daran, wie ich gegen einen starken ´Lucky Loser´ gewinnen kann." Dabei konnte ihm aber letztlich nicht mal die Tatsache helfen, dass er sich auf Einladung von US-Altmeister Pete Sampras auf dessen privatem Trainingsgelände in Los Angeles auf das erste Masters des Jahres vorbereitet hatte: "Wir haben viel trainiert, ich war überrascht, wie unglaublich gut er noch immer spielt."

Angesichts der Federer-Niederlage gegen Guillermo Canas, der seine 15-monatige Dopingsperre ("Diese Zeit hat mich 700 000 Dollar gekostet") immer noch für ungerecht hält, geriet das 6:4, 6:1 von Tommy Haas gegen den Franzosen Michael Llodra zur Nebensache. Haas trifft in der dritten Runde auf den Russen Teimuras Gabaschwili.

Ausgeschieden sind hingegen Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer. Kohlschreiber musste sich in Runde zwei nach hartem Kampf dem Argentinier David Nalbandian 6:1, 5:7, 6:7 (1:7) geschlagen geben, Mayer war beim 0:6, 2:6 gegen Juan Carlos Ferrero aus Spanien ohne Chance.

© SID

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