Tennis ATP
Dawydenko schaltet Kohlschreiber aus

Einen Tag nach seinem Sieg gegen Nicolas Kiefer hat Philipp Kohlschreiber in Monte Carlo einen Dämpfer kassiert. Der Augsburger scheiterte in drei Sätzen an Nikolai Dawydenko.

Für Philipp Kohlschreiber war das ATP-Turnier in Monte Carlo nach der dritten Runde beendet. Der 24 Jahre alte Augsburger unterlag in der dritten Runde trotz einer 2:0-Führung im zweiten Satz dem Weltranglisten-Vierten Nikolai Dawydenko am Ende deutlich 6:3, 5:7, 2:6. Kohlschreiber ist als letzter Deutscher bei der mit 2,27 Mill. Euro dotierten Veranstaltung gescheitert. Am Mittwoch hatte er sich gegen seinen Davis-Cup-Kollegen Nicolas Kiefer durchgesetzt.

"Bis zum 2:0 im zweiten Satz habe ich super gespielt", sagte der Augsburger nach dem Match: "Dann habe ich irgendwie den Faden verloren, und er ist zäh und clever und ist immer besser ins Spiel gekommen." Kohlschreiber verteidigt in der kommenden Woche seinen Titel beim ATP-Turnier in München. "Ich bin eigentlich mit meinem ersten Turnier auf Sandplatz ganz zufrieden", sagte er: "Ob ich in Rom und Hamburg spiele, weiß ich noch nicht. Drei Masters-Turniere in einem Monat auf Sand ist sehr schwer."

Kohlschreiber verliert durch die Niederlage in 2:11 Stunden wichtige Weltranglistenpunkte und gefährdet damit seinen Start bei den Olympischen Spielen in Peking. Vor einem Jahr hatte er an gleicher Stelle zum bislang einzigen Mal in seiner Karriere die Runde der letzten Acht bei einem Masters-Turnier erreicht. Vor dem Turnier in Monte Carlo wurde er an Position 31 im ATP-Ranking geführt. Der Dosb fordert für den Start in Peking bis Ende April Platz 24 in einer bereinigten Rangliste.

Der derzeit beste deutsche Spieler hatte große Chancen auf einen erneuten Sieg gegen Dawydenko, den er bereits im September im Davis-Cup-Halbfinale auf Sand in Moskau schlagen konnte. Bis zum Stand von 5:5 im zweiten Satz war er der eindeutuig bessere Spieler, verlor jedoch seinen Aufschlag zum 5:6 und damit letztlich den Satz.

Anschließend fand Kohlschreiber überhaupt nicht mehr ins Spiel zurück, während Dawydenko immer sicherer wurde. Im entscheidenden Durchgang gab der Deutsche bis zum 1:5 dreimal in Folge sein Service ab. "Ich habe mich vielleicht zu sehr über ein paar Bälle geärgert", meinte Kohlschreiber: "Dawydenko hat mir noch etwas Routine und Cleverness voraus."

© SID

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