Tennis ATP
Drei irakische Tennis-Spieler erschossen

In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurden Trainer Hussein Ahmed Rashid und zwei seiner Spieler auf offener Straße erschossen. Zum Verhängnis könnte ihnen das Tragen kurzer Sporthosen geworden sein.

Das Tragen kurzer Hosen wurde drei irakischen Tennis-Cracks in Bagdad offenbar zum Verhängnis. Der nationale Tennis-Coach Hussein Ahmed Rashid und die Spieler Nasser Ali Hatem and Wissam Adel Auda sind bei einem Überfall auf offener Straße erschossen worden, möglicherweise wurden sie Opfer von Fundamentalisten. Das berichtete der Vorsitzende des irakischen Olymischen Komitees, Amr Jabar, der Nachrichtenagentur AFP.

Rashid und die Spieler wurden im südlichen Teil der irakischen Hauptstadt vor dem Haus des Trainers von Bewaffneten aus einem Auto gezerrt. Nach Augenzeugenberichten seien zwei Opfer durch Kopfschüsse tödlich verletzt, das dritte anschließend auf den Boden neben die Leichname geworfen und dort getötet worden. Die Täter sind anschließend mit dem Auto der Toten geflüchtet.

Lösegeld-Forderung für Taekwondo-Nationalmannschaft

Fundamentalisten sollen in jüngster Zeit Flugblätter verteilt haben, in denen sie Bewohner von al-Saidiyah davor warnen, kurze Hosen im westlichen Stil zu tragen. Die Tennisspieler sind nicht die einzigen Opfer aus dem Sport im Zweistromland. So wurden vergangene Woche 15 Mitglieder der Taekwondo-Nationalmannschaft nach der Rückkehr von einem Turnier in Jordanien entführt. Für ihre Freilassung wurden 100 000 Dollar Lösegeld gefordert.

© SID

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