Tennis ATP
Federer bleibt am Rothenbaum im Rennen

Ohne Probleme hat Titelverteidiger Roger Federer beim ATP-Turnier in Hamburg das Viertelfinale erreicht. Nächster Gegner des Schweizers ist der Spanier Fernando Verdasco.

Titelverteidiger Roger Federer hat souverän das Viertelfinale beim ATP-Turnier in Hamburg erreicht. Der Weltranglisten-Erste bezwang am Donnerstag den Schweden Robin Söderling glatt mit 6:3, 6:2. Bei all dem geäußerten Respekt vor der Partie war Söderling letztlich nur ein Trainingspartner für den Schweizer. "Ich habe das Match sehr gut kontrolliert, bin sehr zufrieden", sagte Federer, "das war alles zusammen eine sehr gute Vorstellung."

Verdasco stoppt Landsmann Ferrer

In der Runde der letzten Acht wartet in dem Spanier Fernando Verdasco nun auf den Branchenprimus ein ausgesprochener Sandexperte, der etwas überraschend den Weltranglisten-Fünften David Ferrer mit 7:6 (7:4), 6:2 schlug. Aber das kann Federer nur Recht sein. Er ist auf dem Weg nach Paris. Er will die French Open gewinnen, einmal wenigstens. Das Masters-Turnier in der Hansestadt ist da eine ideale Vorbereitung, um Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln: "Ich habe mit Verdasco trainiert, er hat das Spiel, die besten Leute zu schlagen. Ich muss aufpassen."

In der Hansestadt hat Federer nun bereits 19 Matches in Folge gewonnen, bei seinen letzten fünf Teilnahmen seit 2002 gewann er das Turnier viermal. "Ich fühle mich hier sehr wohl, habe sofort ein gutes Gefühl, wenn ich den Centre Court betrete", sagt der 26-Jährige, "ich habe ja auch sehr gute Erinnerungen an Hamburg."

2 002 schaffte er hier schließlich seinen ersten Sieg bei einem Masters-Turnier und stieß damit erstmals in die Top Ten vor, im Vorjahr konnte er an der Alster zum ersten Mal überhaupt seinen großen Rivalen Rafael Nadal bezwingen.

Federer hat "keinerlei Probleme mehr"

Sein schwächster Jahresauftakt seit 2003 mit sechs Niederlagen und nur einem Titel irritiert Federer - angeblich - nicht. Das Pfeiffersche Drüsenfieber vom Januar, Februar ist auskuriert, die Kraft zurück. "Ich fühle mich körperlich sehr gut. Anfang des Jahres hatte ich nicht die notwendige Matchhärte, aber das ist jetzt vorbei", erzählte der Baseler "ich habe keinerlei Probleme mehr."

Seit dem Turnier in Estoril Mitte April hat er auch wieder einen Coach: Jose Higueras. Die Zusammenarbeit mit dem Spanier, der das Turnier in Hamburg 1979 gewinnen konnte, soll zunächst bis Ende des Jahres fortgesetzt werden. "Es geht ausdrücklich nicht allein um die Sandplatzsaison", erklärte Federer. Seit der Trennung von Tony Roche vor genau einem Jahr reiste er ohne Trainer durch die Welt, wollte sich Zeit lassen bei der idealen Wahl.

"In der ersten Woche gab es Missverständnisse, wir konnten auch kaum trainieren", sagte Federer, "aber nach dem Turnier in Monte Carlo habe ich entschieden, dass ich mit Jose gerne weiter arbeiten möchte." Der Spanier ist allerdings nicht in Hamburg, sondern wie geplant in den USA. Er wird erst in der kommenden Woche in Paris wieder mit seinem prominentem Schüler zusammenarbeiten. "Ich freue mich darauf, dann haben wir Zeit, die letzten Dinge für die French Open vorzubereiten."

© SID

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