Tennis ATP
Federer demütigt Gaudio bei Finaleinzug

Titelverteidiger Roger Federer kannte im Halbfinale des ATP Masters Cup in Schanghai mit seinem Kontrahenten Gaston Gaudio keine Gnade und zog durch einen 6:0, 6:0-Erfolg ins Finale gegen David Nalbandian ein.

Der Schweizer Weltranglistenerste Roger Federer hat beim ATP Masters Cup in Schanghai wieder einmal Geschichte geschrieben. Der 24 Jahre alte Titelverteidiger ließ in der Vorschlussrunde des ATP-Saisonfinals seinem Gegenüber Gaston Gaudio aus Argentinien keine Chance und zog nach nur 49 Minuten durch ein 6:0, 6:0 ins Endspiel ein. Es war der deutlichste Sieg in der 35-jährigen Geschichte des Turniers.

Im Finale des mit 4,45 Mill. Dollar dotierten Turniers trifft der 24-Jährige, der mit drei Siegen souverän die Rote Gruppe gewonnen hatte, auf den Argentinier David Nalbandian, der dem Russen Nikolai Dawydenko beim 6:0, 7:5 kaum eine Chance ließ.

"Bester Gegner der Geschichte"

Federer, der vor dem Masters wegen einer Bänderverletzung einen Monat lang pausiert hatte, tankte durch das "perfekte Match" noch mehr Selbstvertrauen für das Finale am Sonntag. "Ich habe fantastisches Tennis gespielt. Es hätte nicht besser laufen können", erklärte der Schweizer zufrieden. Gaudio lobte seinen übermächtigen Gegner in den höchsten Tönen: "Ich habe heute gegen den besten Spieler der Geschichte verloren. Dennoch gibt es keine Ausreden. Ich entschuldige mich bei den Zuschauern." Nach dem schnellen Verlust des ersten Satzes war der an Nummer sieben gesetzte French-Open-Champion von 2004 sichtlich geschockt und wurde im zweiten Durchgang förmlich überrollt.

Damit kann Federer auf dem Weg zum 12. Turniersieg der Saison nur noch von David Nalbandian gestoppt werden. Der 23-Jährige gewährte Dawydenko im ersten Satz ebenfalls keinen Spielgewinn, ließ im Gegensatz zum Schweizer aber im Anschluss Gnade walten. Die Statistik vor dem Finale spricht für Nalbandian: Der diesjährige Gewinner der Konkurrenz von München gehört zu den wenigen Profis auf der Tour, die gegen den Ausnahmespieler eine positive Bilanz (5-3) vorzuweisen haben. Das letzte Match im Viertelfinale der US Open allerdings ging glatt an Federer.

Im Falle eines Erfolges würde Federer die Masters-Trophäe als dritter Spieler nach Ilie Nastase (Rumänien/1971-73) und Ivan Lendl (Tschechien/1985-87) dreimal hintereinander gewinnen und zudem mit 82 Siegen bei lediglich drei Niederlagen den Saisonrekord des US-Amerikaners John Mcenroe von 1984 einstellen.

© SID

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