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Federer für Haas eine Nummer zu groß

Für Tommy Haas war im Halbfinale gegen Titelverteidiger Roger Federer der Gerry Weber Open im westfälischen Halle Endstation. Federer trifft nun auf den Tschechen Tomas Berdych, der den Belgier Kristof Vliegen schlug.

Bei den Gerry Weber Open im westfälischen Halle ist Tommy Haas wie im Vorjahr gegen den Weltranglistenersten Roger Federer ausgeschieden. Der deutsche Daviscupspieler musste sich dem Titelverteidiger und dreimaligen Turniersieger aus der Schweiz mit 4:6, 7:6 (7:4), 3:6 geschlagen geben.

Trotz der Niederlage nahm Haas aber eine gehörige Portion Optimismus mit zum berühmtesten Tennisturnier der Welt nach Wimbledon (26. Juni bis 9. Juli). "Ich habe mich hier jedes Match gesteigert und bin sehr zufrieden mit der Woche. Ich fahre in positiver Stimmung nach Wimbledon", sagte Haas. Dass es nach den Niederlagen in Doha, bei den Australian Open in Melbourne und Miami zu Beginn des Jahres trotz guter Leistung schon wieder nicht zum Sieg gegen Federer gereicht hatte, nahm Haas relativ gelassen, zumal er nach den Allergie-Problemen der letzten Wochen auch gesundheitlich wieder auf der Höhe ist.

"Habe heute zu viel gewollt"

"Ich freue mich immer wieder, gegen ihn zu spielen. Vielleicht habe ich heute zu viel gewollt. Es war natürlich schade, dass es hier schon das Halbfinale war, denn ich würde in Halle auch gern mal das Finale spielen", sagte Haas. Bereits im Vorjahr hatte er in der Runde der letzten Vier den Kürzeren gegen Federer gezogen. Der verteilte Komplimente an seinen deutschen Gegner: "Tommy hat mir alles abverlangt. In den wichtigen Situationen musste ich schon mein bestes Tennis spielen, um ihn zu bezwingen. Ich wusste, dass er mich jeden Tag bezwingen könnte."

Der Eidgenosse bestreitet nun sein 15. Finale in Serie und ist auf Rasen in 40 Spielen nacheinander ungeschlagen. Seit seinem Erstrundenaus in Wimbledon 2002 gegen den Kroaten Mario Ancic hat er "im Grünen" nicht mehr verloren. Im Finale trifft Federer nun auf den Tschechen Tomas Berdych, der sich 6:3, 6:2 gegen Kristof Vliegen aus Belgien durchsetzte. Sollte Federer auch der Turniersieg am Sonntag gegen Berdych gelingen, zieht er mit Rekordhalter Björn Borg (Schweden) gleich, der von 1976 bis 1980 in Wimbledon insgesamt 41-mal in Folge auf Gras ungeschlagen geblieben war.

Einen Tag nach seinem fast drei Stunden langen Tiebreak-Marathon gegen Olivier Rochus war Federer wieder gut erholt, hatte gegen den offensiven Haas allerdings auch nicht so lange Ballwechsel wie gegen den Grundlinienflitzer aus Belgien zu überstehen. Beide boten teilweise erstklassiges Rasentennis und in einer ausgeglichenen Partie fiel die Entscheidung zu Beginn des dritten Satzes, als Federer Haas den Aufschlag zum 2:0 abnahm, sich den Vorsprung schließlich nicht mehr nehmen ließ. Insgesamt war es der siebte Sieg im neunten Spiel für Federer gegen Haas.

Erst in der vergangenen Woche hatte Federer den jungen Tschechen Berdych im Achtelfinale der French Open in Paris bezwungen. Insgesamt steht die Bilanz 2:1 für Federer. Berdych holte seinen einzigen Sieg in der 2. Runde bei den Olympischen Spielen in Athen 2004.

© SID

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