Tennis ATP
Federer setzt sich Masters-Krone auf

Auch James Blake hat Roger Federer beim Masters Cup in Shanghai nicht stoppen können. Im Endspiel sicherte sich der Schweizer durch einen 6:0, 6:3, 6:4-Erfolg über den US-Amerikaner den Titel.

Roger Federer hat die Tennis-Saison 2006 mit einem Triumph beim Masters Cup beendet. Der weltbeste Tennisspieler feierte beim Saisonfinale in Schanghai mit einem 6:0, 6:3, 6:4 im Endspiel gegen den US-Amerikaner James Blake als erster Spieler seit Pete Sampras seinen dritten Triumph beim letzten Turnier des Jahres nach 2003 und 2004.

Umgerechnet fast zwei Mill. Euro nimmt Federer für seinen 12. Titel im 16. Finale 2006 mit nach Hause, als erster Spieler überhaupt knackte er mit exakt 8 343 855 Mill. die 8-Millionen-Dollar-Preisgeldgrenze innerhalb eines Jahres - und für seine Konkurrenten ist auch 2007 kein Land in Sicht.

Federer mindestens bis Februar Nummer eins

Mit seiner nie zuvor erreichten Punktzahl von 8 370 Punkten in der Weltrangliste bleibt Federer mindestens bis zum 26. Februar die Nummer eins. An diesem Tag wird er auch den Rekord des großen Jimmy Connors brechen und 161 Wochen in Folge die Spitze inne haben, ohne dass er bis dahin auch nur den Schläger in die Hand nehmen müsste.

Nach seinem 29. Sieg in Folge fehlten selbst dem Meister am Sonntag die Worte. "Ich weiß auch nicht mehr, was ich sagen soll. Ich bin jetzt in einer Phase meiner Karriere, da ich sehr glücklich bin mit meinem Spiel. Es war ein langer Weg dorthin", meinte Federer. Vor allem mental sei er in der vergangenen Jahren immer stärker geworden.

Australian Open, Wimbledon, US Open - auch die Grand Slams beherrschte der 25-Jährige in diesem Jahr fast nach Belieben. Nur der Titel auf den Sandplätzen von Roland Garros blieb ihm bei den French Open wieder versagt. Dort brachte ihm der Weltranglistenzweite Rafael Nadal eine von nur fünf Niederlagen bei 92 Erfolgen in diesem Jahr bei.

Überhaupt scheint Nadal der einzige, der Federer auch in Zukunft zumindest annähernd das Leben schwer machen könnte: Der Spanier gewann gleich vier seiner sechs Duelle mit Federer in diesem Jahr. Die fünfte Niederlage kassierte der 25 Jahre alte Eidgenosse gegen den Briten Andy Murray in Cincinnati.

Auch Nadal und Nalbandian kein Stolperstein für Federer

In der futuristischen Qi-Zhong-Arena von Schanghai, wo der angeschlagene Federer im vergangenen Jahr noch das Finale gegen den Argentinier David Nalbandian verloren hatte, war der Branchenprimus diesmal weit von einer Niederlage entfernt. Nalbandian bezwang er in den Gruppenspielen, Nadal mit 6:4, 7:5 im Halbfinale.

Gegen Blake, der im Halbfinale Nalbandian mit 6:4, 6:1 ausschaltete, hatte Federer den ersten Satz nach 26 Minuten eingefahren und den Widerstand des neuen Weltranglistenvierten damit bereits gebrochen. Nach einer tadellosen Leistung verwandelte er schon nach gut anderthalb Stunden seinen ersten Matchball.

"In einer Situation heute musste ich selbst lachen, so gut habe ich gespielt", erklärte Federer. James Blake meinte fast schon ehrfürchtig: "Roger ist der Beste der Besten. Nicht nur in dieser Woche, vielleicht sogar in der Geschichte dieses Spiels."

© SID

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