Tennis ATP
Haas gewinnt Endspiel-Krimi gegen Tursunow

Tommy Haas hat seinen dritten Titel in diesem Jahr gewonnen. Der gebürtige Hamburger besiegte in einem hart umkämpften Finale des ATP-Turniers in Los Angeles den Russen Dimitri Tursunow in 2:04 Stunden 4:6, 7:5, 6:3.

Nach dem Jubiläumssieg will sich Tommy Haas bei den US Open in New York seine eigenen Traum wahr werden lassen: "Ich will meinen Traum vom Grand-Slam-Sieg wahr machen und in den nächsten Wochen alles dafür tun", sagte der 28-Jährige nach seinem 4:6, 7:5, 6:3 im Finale von Los Angeles gegen den Russen Dimitri Tursunow. "An Selbstvertrauen mangelt es mir nicht. Ich würde lügen, wenn ich das Gegenteil behaupten würde", meinte der gebürtige Hamburger nach dem zehnten Turniersieg seiner Karriere.

Dalray Beach, Memphis und jetzt L.A. - die Hartplätze in den USA sind die Welt des Tommy Haas. "Ich kann mit meiner Spielweise ein Match diktieren und dem Gegner meinen Rhythmus aufzwingen", sagte der Daviscupspieler, der nach starkem Jahresbeginn erneut gesundheitlich zurückgeworfen wurde. Wochenlang plagte er sich mit einer Allergie herum, verzichtete deshalb auch auf eine Teilnahme am Arag World Team Cup in Düsseldorf.

Der Frust ist verflogen, die gute Form wieder da

In der europäischen Sandplatzsaison lief nichts zusammen, bei den French Open und später auch auf dem Rasen von Wimbledon schied er jeweils in der dritten Runde aus. Wieder schien für Tommy Haas ein wertvolles Jahr verloren. Doch der Frust ist verflogen, die gute Form wieder da.

Dies musste auch im dritten Aufeinandertreffen Dimitri Tursunow erkennen, der nach Houston 2004 und Memphis 2006 erneut den Kürzeren zog. Dabei hatte der 23-Jährige zunächst den besseren Start erwischt. Mit einem Break im fünften Spiel holte sich die Nummer acht der Setzliste den ersten Satz und war auch bis zum letzten Spiel des zweiten Durchgangs ebenbürtig. Dann glückte dem zwei Plätze vor ihm eingestuften Haas der erste Aufschlagdurchbruch und zugleich der Satzgewinn. Im dritten Satz schaffte der Deutsche das schnelle Break zum 2:0 und beendete nach 2:04 Stunden das Match.

"Es ist ein großartiges Gefühl und das Ende einer großen Woche für mich"

"Es ist ein großartiges Gefühl und das Ende einer großen Woche für mich", so Haas, der an der Pazifikküste noch einen weiteren Grund zur Freude hatte. Mit dem zweiten Sieg in Los Angeles nach 2004 übertraf er auch Boris Becker und Michael Stich, die in L.A. jeweils nur einmal erfolgreich waren (1994 und 1995). "Hier öfter gewonnen zu haben als Boris ist beeindruckend", sagte Tommy Haas, der den Erfolg seinem früheren Trainer Raul Ordonez widmete. Der Kolumbianer ist am Lou-Gehrig-Syndrom, einer degenerativen Krankheit des motorischen Nervensystems, erkrankt. "Dieser Sieg gehört ihm. Er kämpft um sein Leben."

© SID

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