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Haas sagt Turniere in Rom und Hamburg ab

Tommy Haas wird in Rom und Hamburg nicht an den Start gehen. Der 30-jährige hat weiterhin Schulterprobleme und wird frühestens bei den French Open in den ATP-Zirkus zurückkehren.

Tommy Haas geht nach seiner verletzungsbedingten Absage beim ATP-Turnier in München erneut von einer längeren Trainings- und Wettkampfpause aus. "Tennis wird in den nächsten Wochen erst mal nicht gespielt", teilte der 30-Jährige am Mittwoch mit. Bei den Masters-Turnieren in Rom (ab Montag) und Hamburg (ab 12.5.) werde er ebenfalls nicht aufschlagen können, kündigte er an, "das nächste Ziel sind eventuell die French Open". Das Grand-Slam-Turnier in Paris beginnt in rund dreieinhalb Wochen am 25. Mai.

Haas hatte am Dienstagabend sein Erstrundenspiel gegen Michael Berrer (Stuttgart) absagen müssen. Turnierarzt Dr. Werner Zirngibl attestierte ihm eine "hochakute Reizung der Supraspinatussehne mit Schleimbeutelbeteiligung der rechten Schulter" und riet, "die jetzt vorliegende erneute Reizung auszukurieren", da ansonsten die gesamte Freiluftsaison gefährdet sei. Haas will sich nun noch einige Tage in München aufhalten und dann in seine Wahlheimat Florida fliegen, um die erneuten Probleme auszukurieren.

Haas setzt zunächst darauf, das sein gerade neu engagierter Physiotheraput Rolf Schaf die im November zum dritten Mal operierte rechte Schulter in einen Zustand bekommt, die ihm die Rückkehr auf den Tennisplatz ermöglicht. In München gelang dies offensichtlich nicht. "Ich habe jeden Tag trainiert und es versucht, aber wenn man sich nicht hundertprozentig aufs Tennis konzentrieren kann, macht es keinen Sinn", begründete er die kurzfristige Absage am Vorabend seiner Erstrundenbegegnung.

Davis-Cup-Teamchef Kühnen ist besorgt

Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen, in München zum ersten Mal auch Turnierdirektor, sieht die Entwicklung der Krankengeschichte von Haas "mit Sorge". Darüber hinaus denkt er nach seiner "riesigen Enttäuschung"über den "schwarzen Dienstag", an dem kurz vor Haas schon Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber (Augsburg) wegen einer Virusinfektion absagen musste, bereits an die BMW Open im kommenden Jahr: "Wir werden den gleichen Ansatz haben wie diesmal, dass wir Weltklassetennis nach München holen."

Kühnens Vorhaben, neben den deutschen Spielern auch "neue Gesichter" auf die Anlage am Aumeister zu holen, missriet diesmal aufgrund der zahlreichen verletzungsbedingten Absagen. Am Wochenende vor dem Beginn des mit 349 000 Euro dotierten Turniers hatten unter anderem die beiden französischen Spitzenspieler Richard Gasquet (9. der Weltrangliste) und Jo-Wilfried Tsonga (13.) sowie der Tscheche Tomas Berdych (10.) ihre Startzusage zurückgezogen.

© SID

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