Tennis ATP
Kein Masters-Turnier in Hamburg ab 2009

Hamburg wird ab 2009 nicht mehr Schauplatz einer Veranstaltung der Masters-Serie sein. Das Herren-Tennis-Turnier verlor seinen Status und gehört nicht mehr zu den wichtigsten Veranstaltungen neben den Grand Slams.

Ab 2009 wird in Hamburg keine Veranstaltung der Tennis Masters Series mehr stattfinden. Das Herren-Turnier am Rothenbaum hat seinen Status verloren. Dies gab die Spielervereinigung ATP am Freitag in New York bekannt. "Ich kann den Fall Hamburg nicht kommentieren, wir befinden uns derzeit in einem Rechtsstreit", sagte ATP-Chef Etienne de Villiers am Rande der 127. US Open in New York bei der Vorstellung der neuen Turnier-Struktur. Das Hamburger Turnier wird künftig in Madrid stattfinden.

Der Deutsche Tennis-Bund (DTB) hatte gemeinsam mit Monte Carlo gegen den drohenden Rauswurf aus der "Masters"-Serie geklagt. Monte Carlo erreichte jedoch einen Kompromiss und wird ab 2009 weiter zum Kreis der neun wichtigsten Turniere gehören, mit einem modifiziertem Status allerdings: Im Gegensatz zu den anderen acht Veranstaltungen erhält es keine Garantie im Bezug auf die Teilnahme der Top-Spieler. Die weiteren sieben Standorte der neuen "1 000"-er-Serie sind Indian Wells, Miami, Rom, Cincinnati, Montreal oder Toronto, Schanghai und Paris. Das Finale der ATP-Tour findet ab 2009 in London statt.

Der endgültige Turnierkalender soll erst beim Masters-Finale Mitte November in Schanghai vorgestellt werden. Vorgesehen ist bei der Umstrukturierung der ATP-Tour, unterhalb der neuen Top-Ebene mit dem Status "1 000" eine "500"-er-Serie mit neun bis elf Turnieren und eine "250"-er-Serie einzuführen. Für die "500"-er-Serie lägen schon 22 Anfragen vor, sagte de Villiers in New York. Spätestens ab 2011 sollen zudem sechs der neun "1 000"-er-Turniere gemeinsamen mit den Damen ausgetragen werden. Diese "Mini-Grand-Slams" gibt es bereits in Indian Wells und Miami.

Unberührt von der neuen Struktur der ATP bleiben die vier Grand-Slam-Turniere in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York. Sie unterstehen dem Internationalen Tennis-Verband ITF.

© SID

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