Tennis ATP
Kiefer beißt sich gegen Mathieu durch

Mit einer starken Leistung hat Nicolas Kiefer in Hamburg den Franzosen Paul-Henri Mahieu 6:4, 6:4 bezwungen. Auch Andy Murray und Jo-Wilfried Tsonga sind weiter.

Nicolas Kiefer hat als erster deutscher Tennisprofi die zweite Runde beim ATP-Turnier in Hamburg erreicht. Der Hannoveraner bezwang nach einer starken Leistung den Franzosen Paul-Henri Mathieu mit 6:4, 6:4. Der Stuttgarter Michael Berrer ist hingegen als zweiter in seinem Auftaktmatch gescheitert. Der Davis-Cup-Spieler unterlag dem Italiener Andreas Seppi glatt mit 3:6, 0:6 und war dabei insgesamt chancenlos.

"Dank für die Unterstützung. Ich freue mich auf das nächste Match", sagte Kiefer, der am Mittwoch entweder auf den Schweizer Stanislas Wawrinka oder Alberto Martin aus Spanien trifft, noch auf dem Platz. Bereits am Sonntag war in dem Hamburger Mischa Zverev der erste Deutsche im 56-köpfigen Hauptfeld gescheitert. Er unterlag dem 2,08 Meter langen, kroatischen Aufschlag-Riesen Ivo Karlovic knapp 6:7 (4:7), 6:7 (3:7). Philipp Kohlschreiber (gegen Tommy Robredo), Rainer Schüttler (gegen Jarkko Nieminen) und der deutsche Meister Andreas Beck (gegen Janko Tipsarevic) greifen erst am Dienstag in das Geschehen ein.

Kiefer: "Das Publikum hat mich heute getragen"

Oft genug lieferte Kiefer in Hamburg entäuschende Matches ab. Nur ein einziges Mal, 2001, konnte er überhaupt in die dritte Runde vorstoßen. Dennoch wurde der Niedersachse nach seiner einjährigen Zwangspause wegen der langwierigen Handgelenksverletzung herzlich empfangen. "Ich versuche jeden Morgen aufzustehen und keine Probleme zu haben. Nach so einer langen Verletzungspause freue ich mich, wieder vor so einer Kulisse spielen zu können und Spaß zu haben. Das Publikum hat mich heute getragen", sagte "Kiwi". Immer wieder unterstützte das Publikum den Weltranglisten-41. mit rhytmischem Applaus. Und Kiefer zeigte gegen den 20 Plätze besser notierten Franzosen eine starke und konzentrierte Leistung.

Auch als er im ersten Satz zwei Satzbälle zunächst nicht nutzen konnte und sich statt dessen zwei Breakpunkten gegenübersah, verlor er nicht die Nerven. Mit einem mutigen Volley holte er sich einen erneuten Satzball und profitierte schließlich von einem Vorhandfehler seines Gegners. Auch der zweite Durchgang verlief auf hohem Niveau weitgehend ausgeglichen. Beim Stand von 4:4 aber gelang "Kiwi" das entscheidende Break. Publikumsliebling Tsonga bleibt im Turnier

Auch "Tennis-Ali" Jo-Wilfried Tsonga und der Brite Andy Murray haben die zweite Runde erreicht. Dabei stand insbesondere der Australian-Open-Finalist Tsonga in seinem Match gegen seinen französischen Landsmann Nicolas Mahut kurz vor dem Ausscheiden. Der 23-Jährige kämpfte sich zur Freude der 8 000 Zuschauer auf dem Centre Court dennoch zu einem 0:6, 7:6 (7:5), 6:3-Erfolg. Anschließend hatte Murray weniger Mühe, um zu einem 6:4, 6:1-Sieg gegen den Russen Dimitri Tursunow zu kommen.

In Tsonga, der dem Box-Idol Muhammad Ali äußerlich ähnlich sieht, bleibt ein Publikumsliebling weiter im Turnier. Der Franzose feierte seinen Sieg mit kleinen Luftsprüngen und wurde von den Fans gefeiert. "Nicolas war im ersten Satz viel besser, es war schwierig für mich ans Netz zu kommen", sagte Tsonga, "aber ich habe immer gekämpft und schließlich verdient gewonnen. Ich habe den ersten Satz schon vergessen und denke nur an das gesamte Match."

© SID

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