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Kiefer ringt Haase nieder, auch Haas ist weiter

In drei Sätzen besiegte Nicolas Kiefer bei den Gerry Weber Open im westfälischen Halle Robin Haase und steht damit in Runde zwei. Auch Tommy Haas überzeugte gegen Radek Stepanek.

Nach dreimonatiger Verletzungspause kann Tommy Haas nach dem Auftaktsieg ebenso wie der zuletzt angeschlagene Nicolas Kiefer bei dem einzigen deutschen ATP-Rasenturnier im westfälischen Halle aufatmen. Schulter-Patient Haas gewann nach starker Vorstellung 6:7 (0:7), 7:6 (7:3), 6:4 gegen den an Nummer sechs gesetzten Radek Stepanek (Tschechien) und machte das deutsche Achtelfinalduell mit Philipp Kohlschreiber perfekt. Kiefer setzte sich nach seinem Verzicht auf die French Open mit 4:6, 6:3, 6:2 gegen den Niederländer Robin Haase durch und trifft nun auf Michail Juschni (Russland/Nr. 4).

"Der Wille bei mir war groß, ich bin überrascht und zufrieden, wie gut es gelaufen ist", sagte der Wahl-Amerikaner Haas, den nach drei Operationen zuletzt eine Sehnenreizung plagte. "Ich bin etwas frustriert, dass ich schon am Mittwoch wieder ran muss, aber ich sehe das Spiel als Bonus." Die Müdigkeit in der Schulter zum Spielende sei vom Adrenalin überdeckt worden.

"Entscheidend war, dass ich dran geblieben bin, obwohl ich nicht gut ins Match gekommen bin", sagte der 30-Jährige aus Hannover, der nach dem Arag World Team Cup wegen einer Halsentzündung auf den Start in Paris verzichtet hatte. "Auf Rasen ist es immer auch eine Lotterie und ein Glücksspiel. Auf anderen Belägen bekommt man mehr Chancen."

Frühes Aus für Phau und Schüttler

Im Gegensatz zu Haas und Kiefer haben Rainer Schüttler und Qualifikant Björn Phau den Einzug in die zweite Runde verpasst. Der frühere Australian-Open-Finalist Schüttler (Korbach) verlor mit 6:7 (4:7), 4:6 gegen den Franzosen Fabrice Santoro. Der Darmstädter Phau musste sich in nur 50 Minuten dem an Nummer zwei gesetzten James Blake (USA) mit 4:6, 1:6 geschlagen geben. Blakes Gegner im Achtelfinale ist Benjamin Becker (Orscholz).

Im Vorjahr war Kiefer nach einjähriger Verletzungspause bei seinem Comeback in Halle trotz Auftaktniederlage noch froh, sich zurückgekämpft zu haben. Zwölf Monate später hatte der Halle-Sieger von 1999 im ersten Auseinandertreffen zunächst einige Mühe mit dem 21-jährigen Haase. "Ich habe gelernt ruhig zu bleiben und mich in strittigen Situationen nicht aufzuregen", sagte Kiefer, der die Stimmungsmusik während der Pausen positiv findet. "Da kann man innerlich mitsingen und besser abschalten."

Kohlschreiber wartet auf Haas

Zum Auftakt am Montag hatten neben Becker bereits Phillip Kohlschreiber (Augsburg), Mischa Zverev (Hamburg) und Andreas Beck (Ravensburg) den Sprung in Runde zwei gemeistert. Denis Gremelmayr (Mannheim) im deutschen Duell mit Becker und Philipp Petzschner (Bayreuth) waren gescheitert.

Als letzter der insgesamt elf deutschen Teilnehmer tritt Michael Berrer am Mittwoch gegen den Weltranglisten-Ersten Roger Federer an. Nach seiner bitteren Finalpleite in Roland Garros gegen den Spanier Rafael Nadal kam der Schweizer am Dienstag mit einem Privatjet gut gelaunt in Westfalen an. "Endlich mal wieder schönes Wetter. Regen habe ich in den letzten Wochen genug gehabt."

© SID

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