Tennis ATP
Kohlschreiber fordert Federer im Finale von Halle

Mit einem klaren Zwei-Satz-Sieg über Nicolas Kiefer ist Roger Federer ins Endspiel von Halle eingezogen. Dort wartet Philipp Kohlschreiber, der James Blake 6:3, 7:5 ausschaltete.

Philipp Kohlschreiber hat James Blake entzaubert, Nicolas Kiefer konnte hingegen kein Geheimrezept gegen "Rasenkönig" Roger Federer ausgraben. Der Augsburger zog bei den Gerry Weber Open durch das 6:3, 7:5 gegen den an Nummer zwei gesetzten Blake als erster deutscher Tennisprofi seit Kiefer vor fünf Jahren ins Finale ein. Dort fordert er nun Federer, der nur 65 Minuten für das 6:1, 6:4 gegen Kiefer und am Sonntag die Chance auf den fünften Triumph in Halle/Westfalen hat.

Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz baute zudem seine seit 2003 andauernde Serie auf 58 Siege in Folge auf Rasen aus. "Kiwi" verpasste dagegen die Wiederholung seines Erfolgs von 2002, als er mit seinem bislang letzten von drei Siegen gegen Federer ins Finale eingezogen war. Erstmals standen zwei Deutsche im Halbfinale des einzigen deutschen ATP-Rasenturniers.

"Federer ist natürlich der große Favorit"

"Bei einem Heimspiel im Finale zu stehen und dann noch gegen die Nummer eins ist natürlich etwas ganz Besonderes", sagte Kohlschreiber nach seinem Erfolg gegen Blake, den er im Vorjahr im Viertelfinale ausgeschaltet hatte. "Federer ist natürlich der große Favorit. Aber ich werde alles geben, um meine Chance zu nutzen", versprach der 24-Jährige und scherzte über seine "unmenschliche Bilanz" in Endspielen: In München 2007 und zu Jahresbeginn in Auckland hat er jeweils gewonnen.

Die Fehler seines Davis-Cup-Kollegen Kiefer muss Kohlschreiber am Sonntag aber vermeiden. "Gegen die Topspieler wie Roger muss ich konsequenter sein. Federer passt sich jedem Spiel an und konnte immer einen drauf setzten", sagte der 30-jährige Kiefer. "Wenn man da die wenigen Chancen nicht nutzt, wird das knallhart bestraft."

Der Hannoveraner erwischte einen schlechten Start in das 14. Match gegen Federer - sein erster Aufschlag ging verloren, nach 21 Minuten der Satz. Im zweiten Durchgang hielt der Halle-Sieger von 1999 besser dagegen, ließ beim Stand von 3:2 jedoch vier Breakbälle ungenutzt und fand letztlich kein Mittel gegen den Aufschlag und die platzierte Vorhand des zwölfmaligen Grand-Slam-Siegers, der in Halle noch keinen Satz abgegeben hat.

"Insgesamt war es ein sehr gutes Spiel von mir", bilanzierte Federer, der sich auch von ein paar Mätzchen Kiefers nicht irritieren ließ. "Das habe ich gar nicht mitbekommen. Als der Schmetterschlag ins Netz ging, habe ich mich auf den Ball konzentriert. Bei 1 000 solcher Schäge verpasse ich sonst keinen", erklärte der Schweizer. Kiefer hatte mit erhoben Händen am Netz gestanden und sich dann weggeduckt.

© SID

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