Tennis ATP
Kohlschreiber in München im Viertelfinale

Tennis-Profi Philipp Kohlschreiber ist beim ATP-Turnier in München durch ein 3:6, 6:0, 7:5 gegen Jan Hernych ins Viertelfinale eingezogen. Dagegen unterlag Alexander Waske im Achtelfinale Jarkko Nieminen mit 6:7, 3:6.

Trotz Startschwierigkeiten hat Philipp Kohlschreiber beim ATP-Turnier in München als erster Deutscher den Sprung ins Viertelfinale geschafft. Der Augsburger setzte sich mit 3:6, 6:0, 7:5 gegen den Tschechen Jan Henrych durch. "Ich bin schlecht ins Match gekommen, aber ich habe letztendlich verdient gewonnen", sagte der 86. der Weltrangliste, der gleich zum Auftakt mit seinem Triumph gegen den an Nummer zwei gesetzten kroatischen Daviscupsieger Mario Ancic für Aufsehen gesorgt hatte. In der Runde der letzten Acht trifft der 22-jährige Kohlschreiber, der zum dritten Mal in diesem Jahr ein Viertelfinale erreicht hat, auf den Belgier Kristof Vliegen.

Waske scheitert an Nieminen

Zuvor hatte Alexander Waske einen weiteren deutschen Coup verpasst. Der 31 Jahre alte Frankfurter verlor sein Achtelfinale klar mit 6:7 (2:7), 3:6 gegen den an Nummer drei gesetzten Finnen Jarkko Nieminen, der damit als einziger der Top-Favoriten noch im Wettbewerb ist. Den Weg zum Turniersieg frei gemacht haben ihm die Deutschen: Nach der Niederlage von Ancic gegen Kohlschreiber siegte der Heidelberger Denis Gremelmayr sensationell gegen den an Nummer eins gesetzten Guillermo Coria (Argentinien), der an Nummer vier gesetzte Tommy Haas war ebenfalls in Runde eins gescheitert, und Waske war dem Finnen nicht gewachsen.

"Ich war einfach nicht gut genug. Jarkko macht wenig Fehler. Man muss schon besser spielen, um ihn zu schlagen", sagte Waske nach der klaren Niederlage gegen den 20. der Weltrangliste. Nieminen trifft nun auf Robin Vik aus Tschechien, der Juan Monaco (Argentinien) mit 7:6 (7:3), 4:6, 6:4 besiegte. Am Donnerstag kämpfen zudem die drei neben Kohlschreiber noch im Turnier verblieben Deutschen um den Viertelfinale-Einzug: Gremelmayr, Björn Phau (Darmstadt) und Simon Greul (Stuttgart). In München waren ursprünglich zwölf deutsche Spieler am Start.

Größter Erfolg der Karriere für Gremelmayr

Qualifikant Denis Gremelmayr hatte zum Abschluss der ersten Runde für die bislang größte Sensation bei den BMW gesorgt. Kurz vor Einbruch der Dämmerung am Dienstagabend warf er den an Nummer eins gesetzten Argentinier Guillermo Coria aus dem Wettbewerb. "Das ist sicher der größte Erfolg für mich bis jetzt", sagte der 24 Jahre alte Heidelberger nach seinem Dreisatz-Erfolg (3:6, 6:2, 6:3) gegen den Weltranglistenneunten. Am Donnerstag trifft er im Achtelfinale auf den Österreicher Alexander Peya.

Schon zu Jahresbeginn hatte Gremelmayr für Aufsehen gesorgt, als er bei den Australian Open die dritte Runde erreichte und dort gegen den späteren Finalisten Marcos Baghdatis (Zypern) ausschied. Danach warfen ihn einmal mehr Verletzungen zurück. "Ich stand kurz vor einem Bandscheibenvorfall, musste fünf Wochen pausieren", sagte Gremelmayr. Mitte März kam noch ein Muskelfaserriss dazu, kurz vor München dann ein Magen-Darm-Virus. "Das ist manchmal schon ziemlich deprimierend", bekannte der 132. der Weltrangliste.

Gegen Coria zeigte der Linkshänder sein großes Kämpferherz. 0:5 lag er im ersten Satz zurück und dachte: "Oh, wärst du lieber in der Kabine geblieben. Das war eine Katastrophe." Als er die Nervosität abgelegt hatte, brachte Gremelmayr den Favoriten, der seine Lage mit 17 Doppelfehlern nicht gerade verbesserte, mit seinem aggressiven Spiel freilich zunehmend in Bedrängnis. Übermütig wurde er deswegen aber nicht: "Wenn du gegen so einen wie Coria nicht den letzten Punkt machst, bist du immer gefährdet."

© SID

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