Tennis ATP
Kohlschreiber und Kiefer im Halbfinale von Halle

Philipp Kohlschreiber hat wie im Vorjahr in Halle das Halbfinale erreicht. Der Davis-Cup-Spieler schlug Robin Söderling. Auch Nicolas Kiefer steht unter den letzten Vier.

Nicolas Kiefer bekam drei Wochen vor seinem 31. Geburtstag am 5. Juli bei den Gerry Weber Open schon mal ein Geschenk vorab, Philipp Kohlschreiber erarbeitete sich den Halbfinal-Einzug wie im Vorjahr auf traditionellem Weg. "Kiwi" profitierte beim Stand von 4:0 von der Aufgabe seines Gegners Michael Llodra (Frankreich), der wegen einer Verletzung am linken Arm nach nur 19 Minuten passen musste.

Der 24-jährige Kohlschreiber gewann sein Viertelfinale gegen den Schweden Robin Söderling 6:4, 7:6 (7:4) und trifft nun auf James Blake (USA/Nr. 2), den er 2007 im Viertelfinale bezwungen hatte. Blake hatte den deutschen Meister Andreas Beck (Ravensburg) trotz eines couragierten Auftritts in dessen erstem ATP-Viertelfinale mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:5) besiegt, verwandelte jedoch erst den achten Matchball.

Kiefer jetzt gegen Federer

"Ich bin natürlich froh über das Halbfinale. Jetzt kann ich ein wenig laufen gehen, vielleicht Golf spielen und um 18.00 Uhr Fußball gucken", sagte ein gutgelaunter Nicolas Kiefer, der es nun mit dem Weltranglisten-Ersten Roger Federer zu tun bekommt. Der topgesetzte Schweizer gewann 6:4, 6:4 gegen Vorjahresfinalist Marcos Baghdatis (Zypern/Nr. 5) und baute seine Siegesserie auf Rasen auf 57 Erfolge aus. "Kiefer ist ein gefährlicher Gegner. Jeden Spieler, der schon mal in den Top fünf war, muss man ernst nehmen", sagte Federer.

Im Vorjahr scheiterte Kiefer nach einjähriger Verletzungspause in der ersten Runde von Halle. Nach den beiden jüngsten Niederlagen beim Arag World Team Cup in Düsseldorf und dem anschließenden Verzicht auf die French Open ist Kiefer nun wieder auf dem aufsteigenden Ast.

"Ich habe mich bei meiner Freundin in Hannover erholt, das hat mit gut getan. Es macht einfach keinen Sinn, mit halber Kraft zu einem Turnier zu fahren", beschreibt der Halle-Sieger von 1999 seinen Anspruch: "Mein Ziel muss es sein, vorne mitzumischen."

Kohlschreiber erstmals seit Januar wieder im Halbfinale

Während der "Kurzarbeiter" zuletzt beim ATP-Masters in Madrid im Oktober in der Vorschlussrunde mitgemischt hat (und gegen Federer verlor), steht Kohlschreiber erstmals seit seinem Turniersieg Anfang Januar in Auckland/Neuseeland wieder im Halbfinale.

Damit hat auch der Augsburger im "deutschen Wimbledon" nach der Auftaktniederlage in Paris zum Abschluss eines verpatzten Frühjahrs in die Erfolgsspur zurückgefunden. "Ich habe natürlich gute Erinnerungen ans letzte Jahr, das hat mir Selbstvertrauen gegeben und den Start erleichtert", sagte Kohlschreiber und hofft auf den nächsten Schritt: "Ich würde gerne mal wieder ein Finale spielen."

Davon ist der 22-jährige Beck zwar noch ein Stück entfernt, er kann aber "hoch erhobenen Hauptes" nach Hause fahren und jetzt die Wimbledon-Qualifikation in Angriff nehmen. "Ich bin nicht wirklich enttäuscht. Sicher ist eine Niederlage bitter, aber die Erfahrung kann mir niemand nehmen", sagte der Linkshänder, der sein erstes Spiel auf dem Center Court als Belohnung empfand: "Die Zuschauer waren unglaublich, es hat wirklich Spaß gemacht."

© SID

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