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Mehr Spannung durch Federers Absage

Turnierdirektor Ralf Weber sah in Roger Federers Absage auch Positives für die Gerry Weber Open in Halle/Westfalen: "Dem Turnier verleiht sie noch mehr Spannung".

Alles roger auch ohne Roger: Nach der Absage von Titelverteidiger und Rekordsieger Roger Federer werden die Karten bei den Gerry Weber Open im westfälischen Halle nun neu gemischt. Das "Wimbledon Deutschlands" muss beweisen, dass es diesmal auch ohne den ganz großen Namen als Tennisturnier funktioniert.

"So leid uns diese Absage tut - dem Turnier verleiht sie noch mehr Spannung. Das Feld ist komplett offen", sagte Turnierdirektor Ralf Weber, nachdem er am Dienstag "bestimmt zehnmal" mit Federers Manager telefoniert hatte.

Djokovic und Tsonga im Rampenlicht

Die Gerry Weber Open gehen weiter, Novak Djokovic aus Serbien und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga, die Nummer vier und neun der Weltrangliste, stehen verstärkt im Rampenlicht.

Für die Zuversicht beim Gastgeber sorgen aber vor allem die starken Auftritte der deutschen Teilnehmer. Gleich acht von neun deutschen Profis zogen mit attraktivem Rasentennis ins Achtelfinale ein. Dieses Rekordergebnis weckt die leise Hoffnung auf den ersten deutschen Sieger in Halle seit David Prinosil vor neun Jahren.

Vor zwei Jahren musste Federer nach vier Triumphen in Serie seinen Start in Halle vor Turnierbeginn verletzungsbedingt absagen. Dem Zuschauerandrang tat das damals keinen Abbruch, im Gegenteil, die Zahl steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht.

Körperlich und mental erschöpft

In diesem Jahr war der Superstar nach dem French-Open-Triumph mental und auch körperlich zu erschöpft, um in Halle bereits wieder Höchstleistung zu zeigen. "Er will sich nur in körperlich bester Verfassung präsentieren - und das ist in dieser besonderen Lage nicht möglich", sagte Ralf Weber.

Halle hatte Federer als Generalprobe für Wimbledon (22. Juni bis 5. Juli) genutzt. Auch der Spanier Nadal, der Federer 2008 in Wimbledon entthronte, gönnt dem Körper derzeit eine etwas längere Verschnaufpause. Der Weltranglistenerste sagte seinen Start im Londoner Queen's Club ab - aufgrund anhaltender Kniebeschwerden.

© SID

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