Tennis ATP
Nadal und Ferrer ziehen ins Masters-Halbfinale ein

Rafael Nadal und David Ferrer haben beim ATP-Masters in Schanghai das Halbfinale erreicht. Nadal setzte sich gegen Novak Djokovic 6:4, 6:4 durch, Ferrer feierte einen 6:1, 6:1-Sieg gegen Richard Gasquet.

Beim ATP-Masters in Schanghai sind die beiden Spanier Rafael Nadal und David Ferrer ins Halbfinale eingezogen. Nadal, Nummer zwei der Weltrangliste, musste nach einem 6:4, 6:4 gegen den sieglos ausgeschiedenen Serben Novak Djokovic am Donnerstag lange zittern, ehe ihm der 6:1, 6:1-Erfolg Ferrers gegen den Franzosen Richard Gasquet im letzten Match der Goldenen Gruppe den Einzug in die Runde der letzten Vier bescherte.

Nadal will Revanche gegen Federer

Als erster Spieler hatte sich am Mittwoch in der Roten Gruppe Andy Roddick (USA) für das Halbfinale qualifiziert, um den letzten vakanten Platz streiten am Freitag der Schweizer Topfavorit Roger Federer (gegen Andy Roddick) und Fernando Gonzalez aus Chile (gegen Nikolai Dawydenko). "Es wäre wunderbar, wenn ich wieder gegen Roger spielen könnte. Ich will Revanche für das letzte Jahr", sagte Nadal, der 2006 im Halbfinale an dem Schweizer Weltranglistenersten gescheitert war.

Nadal wurde auf dem Hartplatz in der futuristischen Qi-Zhong-Arena vom erneut enttäuschend auftretenden Djokovic kaum gefordert. Ein frühes Break in beiden Sätzen genügte dem dreimaligen French-Open-Sieger, um nach 104 Minuten auch das sechste von sieben Duellen mit dem Aufsteiger der Saison in diesem Jahr für sich zu entscheiden.

"Dann bringe ich mich um"

Der Weltranglistendritte Djokovic verabschiedete sich als einziger Spieler ohne Satzgewinn und schlich wie ein geprügelter Hund vom Platz. Nach einem überragenden Jahr 2007 war die Nummer drei der Welt beim Saisonfinale in China die große Enttäuschung. Lediglich seinem Ruf als Spaßvogel machte er wieder einmal alle Ehre. "Ich habe zwei große Ziele, den Wimbledonsieg und die Nummer eins. Wenn ich im nächsten Jahr keines von beiden erreiche, bringe ich mich um", erklärte Djokovic mit bierernster Miene und brach erst einige Sekunden später in schallendes Gelächter aus.

Die ernsthafte Analyse klang ein wenig anders: "Ich hatte ein fantastisches Jahr, komme mit hohen Ambitionen hierher und kassiere drei Niederlagen. Das ist enttäuschend, aber ich sehe nicht schwarz. Das war mein bestes Spiel, ich ziehe mich jetzt erst einmal zurück, fernab von der Welt."

Masters-Debütant Ferrer zog mit drei Erfolgen als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Mit Gasquet hatte er wenig Mühe, nach 65 Minuten war die einseitige Begegnung beendet.

© SID

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