Tennis ATP
Topfavoriten scheitern an deutschen Underdogs

Ein deutsches Duo hat in der ersten Runde des ATP-Turniers von München die zwei topgesetzten Akteure aus dem Turnier geworfen. Denis Gremelmayr bezwang Guillermo Coria, Philipp Kohlschreiber siegte gegen Mario Ancic.

Beim ATP-Turnier in München hat Qualifikant Denis Gremelmayr für einen Paukenschlag gesorgt. Der 24 Jahre alte Heidelberger besiegte in einer Partie der ersten Runde den an Nummer eins gesetzten Turnierfavoriten Guillermo Coria aus Argentinien mit 3:6, 6:2, 6:3. Gremelmayr, der zu Jahresbeginn mit seinem Einzug in die dritte Runde der Australian Open hatte aufhorchen lassen, liegt derzeit in der Weltrangliste nur auf Rang 132, Coria auf Rang neun.

In guter Verfassung präsentierte sich auch Philipp Kohlschreiber, der den an Nummer zwei gesetzten aufschlagstarken Mario Ancic in zwei Sätzen 7:6 (7:3), 7:6 (7:5) bezwingen konnte. Durch seinen Sieg gegen den kroatischen Daviscupsieger war der an Position 86 geführte Rechtshänder aus Augsburg als erster von zwölf deutschen Startern in das Achtelfinale eingezogen.

Kohlschreiber, der in diesem Jahr damit weiter ohne Erstrunden-Niederlage ist, trifft nun auf den Tschechen Jan Hernych, der in der ersten Runde Andreas Beck (Weingarten) in drei Sätzen besiegt hatte. In Runde zwei steht auch Björn Phau (Darmstadt), dessen Gegner Tomas Behrend (Alsdorf) beim Stand von 3:2 aufgab. In einem rein deutschen Duell schaltete Alexander Waske aus Frankfurt den Bayreuther Florian Mayer in zwei Sätzen mit 7:6 (7:4), 6:3 aus.

Haas scheitert an Karlovic

Für Tommy Haas ist der Start in die Sandplatzsaison hingegen gründlich misslungen. Nach einer Wettkampfpause von knapp zweieinhalb Wochen scheiterte der 28-Jährige bei der mit 323 250 Euro dotierten Veranstaltung bereits in Runde eins. Der an Nummer vier gesetzte Haas unterlag dem kroatischen Aufschlag-Riesen Ivo Karlovic mit 3:6, 6:7 (3:7).

Gegen den 2,08 Meter großen Karlovic fand Haas nie einen Rhythmus. "Er hat sehr gut aufgeschlagen, es war sehr frustrierend", bekannte der gebürtige Hamburger, an dem allein 22 Asse des Kroaten vorbeiflogen. Dreimal besaß Haas im ersten Satz die Chance, dem 53. der Weltrangliste ein Aufschlagspiel abzunehmen, jedesmal hatte er das Nachsehen. "Er war schon sehr stark, wenn er so weitermacht, dann viel Spaß", sagte Haas, der sich selbst nach der 94-minütigen Begegnung "keinen Vorwurf" machen wollte: "Das Match muss man versuchen schnell abzuhaken - was nicht so einfach sein wird."

Für Haas, derzeit die Nummer 25 der Welt, war es die erste Partie seit dem 15. April, als er in Houston im Halbfinale gegen den Amerikaner Mardy Fish (USA) wegen einer Handgelenksverletzung hatte aufgeben müssen. Probleme mit der Schlaghand traten allerdings nicht auf. "Ich habe nur nicht so viel trainieren können, aber das soll jetzt keine Entschuldigung sein", sagte der sichtlich angefressene Haas, der bei seinem "Heimturnier" nur 2000 das Finale erreicht hatte. Im Vorjahr war er im Halbfinale gescheitert. In der kommenden Woche tritt Haas beim Turnier in Rom an, anschließend in Hamburg.

Auch für Dieter Kindlmann ist das Turnier frühzeitig beendet. Der Sonthofener unterlag dem Österreicher Alexander Peya 3:6, 4:6.

© SID

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