Tennis ATP
Traumfinale in Hamburg: Federer trifft auf Nadal

Rafael Nadal ist Titelverteidiger Roger Federer ins Finale des ATP-Turniers von Hamburg gefolgt. Der Spanier schaltete im Halbfinale Novak Djokovic mit 7:5, 2:6, 6:2 aus.

Zum wahrscheinlichen Abschied geben sich am Rothenbaum noch einmal die beiden Weltbesten Tennisspieler die Ehre. Wie im Vorjahr stehen sich beim ATP-Turnier in Hamburg am Sonntag (15.15 Uhr/live im DSF) Roger Federer und Rafael Nadal gegenüber - ein Traumfinale. Titelverteidiger Federer zog mit einem souveränen 6:3, 6:1-Erfolg über den italienischen Kiefer-Bezwinger Andreas Seppi zum fünften Mal ins Endspiel der mit 2,27 Mill. Euro dotierten Veranstaltung ein.

Nadal wehrte mit seinem 7:5, 2:6, 6:2-Erfolg über Novak Djokovic auch den Angriff des Serben ab, der ihn bei einem Erfolg als Nummer zwei der Weltrangliste abgelöst hätte. Die Youngster lieferten sich vor 10 000 Zuschauern eine hochklassige und umkämpfte Partie mit teilweise atemberaubenden Ballwechseln.

Beide gaben keinen Ball verloren, die Spannung und Anspannung der Spieler war fast auf den Rängen zu greifen. Am Ende des wohl besten Tennisspiels des Jahres konnte der etwas frischer wirkende Nadal seinen Nimbus auf Sand bewahren; er entschied mit dem fünften Matchball auch den vierten Vergleich auf der roten Asche für sich.

Wenn es nach der Profivereinigung ATP geht, findet das Turnier in diesem Jahr zum letzten Mal mit dem bedeutenden sportlichen Masters-Status und in der zweiten Maiwoche als Generalprobe für die French Open statt. Über die Klage des Deutschen Tennis Bundes (DTB) wird vor einem amerikanischen Gericht erst im August entschieden.

Doch in diesem Jahr bot das Turnier wenig Argumente für den von der ATP beschlossenen Umzug nach Madrid, den die meisten Spieler auch ablehnen. Mit den drei besten Spielern der Welt im Halbfinale, in Nicolas Kiefer einem Deutschen, der für Furore sorgte, einem erstklassigen Zuschauerzuspruch und fast ausschließlich sonnigem Wetter war die Veranstaltung so gelungen, wie seit Jahren nicht mehr.

Federer lässt Seppi keine Chance

Die Halbfinals mussten allerdings wegen Regens erstmals unter dem geschlossenen Faltdach des Centre Courts gespielt werden. Federer zog dabei sein Spiel eindrucksvoll durch und ließ Seppi keine Chance auf eine Sensation. Der Italiener hatte zudem bei seinem Dreisatz-Erfolg über Kiefer am Vortag 3:13 Stunden auf dem Platz gestanden und hatte so wesentlich mehr Kraft gelassen als Federer, der in seinen drei Matches bis zum Halbfinale insgesamt nur 15 Spiele abgegeben hat.

"Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder im Finale stehe", sagte der Eidgenosse: "Das bringt mir viel weiteres Selbstvertrauen für die French Open." Viele Fragen musste sich Federer in diesem Frühjahr gefallen lassen, in dem er seine schwächste Bilanz seit 2003 aufwies.

Nur ein Turniersieg gelang ihm bislang, bei seinem Lieblingsturnier, das er bereits viermal gewinnen konnte, aber gelang ihm nun wahrscheinlich gerade noch rechtzeitig für die entscheidenden Wochen des Jahres die Wende. "Ich fühle mich besser in Form als vor einem Jahr, ich bin besser auf Paris vorbereitet", sagte Federer.

© SID

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