Tennis ATP
Zukunft des Hamburger ATP-Masters weiter offen

Die ATP hat auch nach ihrer Vorstandssitzung am Rande der 121. All England Championships in Wimbledon noch nicht den Turnierkalender 2009 veröffentlicht. Damit bleibt die Zukunft des Hamburger Masters-Turniers unklar.

Entgegen ihrer ursprünglichen Ankündigung hat die Tennis-Profiorganisation ATP auch nach ihrer Vorstandssitzung am Rande der 121. All England Championships noch keine genauen Angaben zum Turnierkalender 2009 gemacht. Damit bleibt die Zukunft des Masters-Turniers am Hamburger Rothenbaum weiter unklar. Eine Entscheidung soll während der US Open Ende August in New York bekannt gegeben werden. "Wir haben nennenswerte Fortschritte bei unseren Verhandlungen über den Kalender erzielt", teilte die ATP lediglich mit.

In den Reformplänen von ATP-Chef Etienne de Villiers soll die Zahl der Mastersturniere, die nach den vier Grand Slams die sportlich wertvollsten Veranstaltungen im jährlichen Turnierkalender sind, von neun auf acht reduziert werden. Das Turnier in Hamburg soll nach Madrid umziehen, Monte Carlo seinen Status verlieren. Beide Turniere haben deshalb vor einem US-Gericht Klage gegen die ATP eingereicht. Die erneut verzögerte Entscheidung dürfte deshalb auch mit dem schwebenden Verfahren zusammenhängen.

Ursprünglich wollte die ATP ihre neuen Pläne bereits im November beim Masters-Cup in Schanghai präsentieren, dann im März in Monte Carlo und schließlich Anfang Juni in Paris. Die Widerstände von Spielern, Turnieren und dem Weltverband ITF haben aber immer wieder Verzögerungen bewirkt.

Von Waldenfels: "Alles falsch aufgezogen"

"Ich bewerte diese Verzögerung so, dass alles falsch aufgezogen ist", meinte Georg von Waldenfels, der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB): "Von den neuen Plänen sind neben Hamburg schließlich auch die ITF mit dem Daviscup und die kleinen Sandplatzturniere in Europa betroffen."

Der DTB wurde von der ATP nicht über die aufgeschobene Entscheidung informiert. "Ich habe aus Wimbledon nur Signale gehört, dass es so sein soll", sagte von Waldenfels. Nach der Klage reden der DTB und die ATP nur noch über ihre Anwälte miteinander. Waldenfels signalisierte allerdings Bereitschaft zur außergerichtlichen Einigung mit der ATP, wenn dabei die Hamburger Interessen gewahrt bleiben: "Wir sind keine Streithansel, unsere Tür steht immer offen."

© SID

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