Tennis Australian Open: Australien jubelt über Haas-Match gegen Federer

Tennis Australian Open
Australien jubelt über Haas-Match gegen Federer

Die Niederlage von Tommy Haas gegen Roger Federer wird in die Annalen der Australian Open eingehen. "Das Match wird immer in der Erinnerung derer bleiben, die das Glück hatten, hier Zeuge zu sein", schrieb eine Zeitung.

Obwohl Tommy Haas eine Überraschung gegen Roger Federer verpasst hat, könnte der gebürtige Hamburger auch mit der Niederlage Tennis-Geschichte geschrieben haben. Die Partie zwischen dem deutschen Herausforderer und dem Dominator aus der Schweiz im Achtelfinale der Australian Open wurde sofort zum Klassiker. "Das Match wird immer in der Erinnerung derer bleiben, die das Glück hatten, hier Zeuge zu sein", schrieb die Tageszeitung "The Age".

Haas unterlag zwar in 2:58 Stunden in fünf Sätzen, aber er hatte seinen großen Worten vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres Taten folgen lassen. "Ich bin nur schwer zu schlagen", hatte der 27-Jährige angekündigt, und leicht hatte es Federer weiß Gott nicht. "Ich hätte lieber in drei Sätzen gewonnen und bin aber sehr froh, dass ich durchgekommen bin", sagte die Nummer eins der Welt.

Nalbandian würde auf eigenen Finalsieg wetten

Haas hatte bewiesen, dass der Schweizer schlagbar ist. So wie es bereits David Nalbandian bei seinem Triumph im Finale des Masters Cups in Schanghai gelungen war. "Ich würde beim Buchmacher für einen Finalsieg auf mich wetten", sagte der Argentinier, der am Dienstag über Fabrice Santoro erstmals in das Halbfinale in Melbourne eingezogen ist und erst im Endspiel auf Federer treffen könnte.

"Ich fliege stolz nach Hause, ich habe ihm alles abverlangt, mehr kann ich nicht tun", sagte Haas: "Roger ist die Nummer eins und der Spieler, der zu schlagen ist. Hoffentlich schafft das noch jemand in dieser Woche."

Haas von Federer-Verehrung genervt

Die ständigen Lobeshymnen auf den Eidgenossen insbesondere von dem ehemaligen Australian-Open-Sieger und jetzigen TV-Experten Jim Courier gehen Haas auf die Nerven. "Jeder sagt, er sei der Beste aller Zeiten, aber ich denke, dafür hat er noch ein paar Dinge zu schaffen", sagte Haas: "Die Kommentare von Courier machen mich krank. Der kriecht Federer in den Arsch."

Der 27-Jährige hat gemerkt, dass er so weit nicht entfernt ist von den Besten, er zählt sich selbst wieder dazu. Sein Jahresbeginn unter dem neuen Coach Thomas Hogstedt ist absolut geglückt, nun blickt er weiter optimistisch in die Zukunft: "Ich hoffe, ich bleibe verletzungsfrei und habe in diesem Jahr noch einige gute Resultate." Denn seinen großen Traum aus Kindertagen hat er noch nicht erfüllt: Er will einmal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen.

Nachdem ihm während seiner gesamten bisherigen Profikarriere immer von den Coaches an der Bollettieri-Akademie erzählt wurde, wie begnadet er sei, macht sich unter Hogstedt nun eine neue Einstellung bemerkbar. "Talent allein reicht nicht", verkündete er in Melbourne und verhält sich anscheinend inzwischen entsprechend. Möglicherweise hat das "ewige Talent" Haas im reifen Tennisalter die besten Jahre doch noch vor sich.

© SID

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