Tennis Australian Open: Scharapowa triumphiert "Down Under" gegen Ivanovic

Tennis Australian Open
Scharapowa triumphiert "Down Under" gegen Ivanovic

Mit einem 7:5, 6:3-Endspielsieg gegen Ana Ivanovic (Serbien) hat sich die Russin Maria Scharapowa bei den Australian Open ihren dritten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier gesichert.

Mit 7:5, 6:3 hat Maria Scharapowa das Finale der Australian Open gegen die Serbin Ana Ivanovic für sich entschieden. Sie hat damit als erste Russin in Melbourne gewonnen und sich nach Wimbledon 2004 und den US-Open 2006 zum dritten Mal bei einem Grand-Slam-Turnier in die Siegerlisten eingetragen.

Mit Handküsschen grüßte sie nach dem Matchball nach 1:31 Stunden die 15 000 Zuschauer in der Rod Laver Arena, vergrub den Kopf in den Händen, schüttelte ihn immer wieder ungläubig und eilte zu Vater Juri, der sie mit einem "Hey Baby" begrüßte. "Unglaublich, erstaunlich, es ist so aufregend", sagte die 20-Jährige mit Pathos und großen Gesten, "ich bin so dankbar, dass ich diesen Titel gewonnen habe."

Triumph ohne Satzverlust

Es hätte keine verdientere Siegerin geben können in diesem Jahr in Melbourne. Scharapowa zeigte über das gesamte Turnier eine konstant starke Leistung. Sie gab keinen Satz ab, agierte druckvoll, bewegte sich gut, schlug erstklassig auf. Sie schaltete auf dem Weg zum Titel Lindsay Davenport, die Weltranglisten-Erste Justine Henin und die Nummer drei Jelena Jankovic aus und war auch gegen Ivanovic, die neue Nummer zwei der Welt, weitgehend ungefährdet.

"Es ist so ein wunderbares Gefühl, wenn sich die harte Arbeit auszahlt", betonte Scharapowa, die während ihrer Siegesrede für einen Moment ganz sentimental wurde: "Ich widme diesen Sieg der Mutter meines Fitnesstrainers, die im letzten Jahr gestorben ist, Jane war in Gedanken immer bei uns. Dieses Ereignis hat komplett meine Lebensperspektive verändert. Tennis war plötzlich nicht mehr so wichtig."

Inzwischen ist es das aber offenbar wieder geworden. Frei von Verletzungen hat Maria Scharapowa eine harte Vorbereitungszeit hinter sich gebracht. Ist sie fit, kann sie jede Spielerin der Welt schlagen, auch wenn sie weiterhin nur die Nummer fünf der Weltrangliste ist. Vor dem Match schickte ihr die amerikanische Tennislegende Billy Jean King eine SMS: "Druck ist ein Privileg und Champions nehmen ihre Chancen wahr". "Zum Glück ist mir das gelungen", freute sich Scharapowa.

Ivanovic hatte kaum eine Möglichkeit, die Aufschläge ihrer Gegnerin vernünftig zu returnieren. "Das war enttäuschend für mich, ich hatte kaum eine Gelegenheit, ins Spiel zu kommen", sagte die Serbin, die nach den French Open 2007 auch ihr zweites Grand-Slam-Finale verlor. Damals unterlag sie Henin glatt mit 1:6 und 2:6.

Ivanovic: "Ich lerne jedesmal dazu",

"Ich habe mich diesmal schon viel besser gefühlt als in Paris, ich lerne jedesmal dazu", sagte der von zahlreichen serbischen Fans unterstützte Publikumsliebling mit Wohnsitz in Basel, "ich bin sicher, wir werden uns in Zukunft noch in vielen wichtigen Matches gegenüberstehen."

Rund 410 000 Euro kassiert sie als kleinen Trost für den entgangenen Titel, die Siegerin bekam einen doppelt so wertvollen Scheck und mehrte ihren Reichtum weiter. Scharapowa gilt durch rund 20 Mill. Dollar jährliche Werbeeinnahmen bereits als reichste Sportlerin der Welt. Da fällt es auch nicht so schwer, Mutter Jelena neben dem Titel ein weiteres Geschenk zum Geburtstag am Finaltag zu machen: "Mama, ich schicke dir einen großen Strauß Rosen, sie werden kommmen."

© SID

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