Tennis Davis Cup
Dawydenko hätte Hartplatz bevorzugt

Nach seiner überraschenden Fünf-Satz-Niederlage gegen Philipp Kohlschreiber hat Nikolai Dawydenko die russische Teamleitung kritisiert. Der Weltranglistenvierte hätte lieber auf Hartplatz als auf Sand gespielt.

Nikolai Dawydenko sucht nach seiner überraschenden Fünf-Satz-Niederlage im zweiten Einzel des Daviscup-Halbfinals gegen Philipp Kohlschreiber nach Gründen für die Pleite. Der Weltranglistenvierte macht die russische Teamleitung für das verlorene Match verantwortlich. Schuld sei die Verlegung eines Sandplatzes in der Moskauer Olympiahalle. "Ich hätte auf einem Hartplatz Kohlschreiber und Tommy Haas leichter schlagen können", sagte Dawydenko, der vor zwei Wochen auf Hartplatz in New York das Halbfinale der US Open erreicht hatte.

Nach der Auftaktniederlage von Haas gegen Igor Andrejew sollte Dawydenko gegen Kohlschreiber den zweiten Punkt für den Titelverteidiger holen. Durch Kohlschreibers Sieg stand es allerdings nach dem ersten Tag 1:1. "Ich kann gut auf Sandplatz spielen, brauche aber lange, um mich umzustellen", sagte Dawydenko, "es wäre nach der Hartplatzsaison viel einfacher für mich gewesen, wenn wir in Moskau auf dem gleichen Belag wie in den USA gespielt hätten."

Safin rät zu Sandplatz

Die Entscheidung für den langsameren Sandplatz hatten die Russen auf Anraten von Marat Safin getroffen, der damit Tommy Haas aus dem Spiel nehmen wollte. Der ehemalige Weltranglisten-Erste tritt im Halbfinale allerdings gar nicht an, sondern unternimmt stattdessen eine Bergtour auf einen Achttausender im Himalaya. "Ich habe während Wimbledon darum gebeten, dass wir doch einen Hartplatz verlegen", sagte Dawydenko, "leider hat man nicht auf mich gehört."

Dawydenko ist am Sonntag noch für das dritte Einzel (11 Uhr Mesz, live im DSF) gegen Tommy Haas aufgestellt. Ob er allerdings tatsächlich gegen den gebürtigen Hamburger antritt, scheint nach seiner Kritik an der Teamleitung sowie leichten Problemen mit dem Handgelenk fraglich. Als Ersatz kämen der Weltranglisten-17. Michail Juschni oder Dimitri Tursunow in Frage.

© SID

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