Tennis Davis Cup
Doppel bringt Deutschland 2:1 in Front

Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner haben das deutsche Davis-Cup-Team in der Erstrundenpartie gegen Südkorea durch einen Drei-Satz-Sieg mit 2:1 in Führung gebracht.

Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner haben das deutsche Davis-Cup-Team in der Erstrundenpartie gegen Südkorea auf die Siegerstraße gebracht. Das Doppel besiegte Jae-Sung An und Woong-Sun Jun ohne Mühe mit 6:1, 6:3, 6:3 und stellte damit vor 3 000 Zuschauern in Braunschweig nach dem zweiten Tag die Weichen Richtung Viertelfinale, in dem wahrscheinlich Spanien in einem Heimspiel der Gegner ist.

"Sie haben ein sehr gutes Doppel gespielt und von Anfang an ihr Spiel durchgesetzt", sagte Kapitän Patrik Kühnen nach dem nur 1:21 Stunden dauernden Match, "wir hatten klar die spielerische Qualität auf unserer Seite." Petzschner und Kohlschreiber, die erstmals miteinander spielten, harmonierten gut und waren ihren Gegnern spielerisch in allen Belangen überlegen. Den ersten Satz beendeten sie bereits nach 17 Minuten. "Wir haben ihnen von Anfang an den Schneid abgekauft, es war ein gutes Match", sagte Petzschner.

Deutschland auf der Siegerstraße

Um in die Runde der letzten Acht vorzudringen, benötigt die Auswahl von Kühnen am Sonntag aus den beiden ausstehenden Einzeln nur noch einen Punkt. Zunächst (13.00 Uhr/live im DSF) tritt Kohlschreiber gegen den südkoreanischen Spitzenspieler Hyung-Taik Lee an. Für die letzte Partie waren am Samstag noch Florian Mayer und An vorgesehen, Änderung sind aber bis eine Stunde vor Spielbeginn möglich.

Auch im Doppel hatte Südkorea seine Aufstellung kurzfristig geändert. Kapitän Young-Dai Jeon ließ An an der Seite von Jun antreten. Eigentlich war Hyung-Taik Lee auch im Doppel erwartet worden. Der 32-Jährige stand allerdings am Freitag bei seinem Fünf-Satz-Sieg gegen Mayer 3:46 Stunden auf dem Platz. "Der Flo hat ihn am Freitag schön zerstört", sagte Petzschner.

Lee wird jedoch sicherlich gegen Kohlschreiber spielen und versuchen, seine Mannschaft durch einen Sieg noch im Match zu halten. "Es war optimal für mich, dass es wieder ein kurzes Match war", freute sich der deutsche Spitzenspieler: "Ich denke, Lee ist am Sonntag wieder fit, ich muss ihn also an den Punkt bringen, wo es an seine Substanz geht."

Kühnen hofft auf Kohlschreiber

Kühnen hofft ebenfalls darauf, dass der Weltranglisten-28. aus Augsburg bereits den dritten Punkt holt: "Lee ist sehr erfahren und wird alles dransetzen zu gewinnen", meinte der Münchner, "aber Kohli ist sehr guter Verfassung. Wichtig ist, dass er sehr konzentriert in das Match reingeht." Durch den Punkt im Doppel wäre es aber selbst bei einer Niederlage von Kohlschreiber gegen den 44. der Weltrangliste noch möglich, den dritten Punkt im abschließenden Einzel zu holen. "Bei allem Respekt - gegen den zweiten koreanischen Einzelspieler kann keiner von uns verlieren", meinte Mayer.

Ohne Lee waren die Gäste eben auch am Samstag absolut chancenlos. Teilweise wirkte die Partie wie eine Trainingseinheit, in der die Koreaner nur zu Chancen kamen, wenn die Konzentration der Deutschen nachließ, wie bei den zwei Breaks, die Petzschner kassierte. Für die größte Aufregung sorgte so ein Problem mit dem Platz, als sich bei 2:0 im zweiten Satz eine T-Linie gelöst hatte und in einer vierminütigen Reparatur instand gesetzt werden musste.

© SID

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