Tennis Davis Cup
Kohlschreiber führt Deutschland ins Viertelfinale

Philipp Kohlschreiber hat in der ersten Runde des Davis Cups gegen Südkorea das entscheidende 3:1 geholt. Im vorletzten Einzel bezwang der Augsburger Hyung-Taik Lee in vier Sätzen.

Das deutsche Davis-Cup-Team ist von Philipp Kohlschreiber ins Viertelfinale gegen Spanien geführt worden. Der Augsburger bezwang in Braunschweig im dritten Einzel gegen Südkorea Lee Hyung-Taik mit 6:0, 4:6, 6:1, 7:6 (7:1) und brachte Deutschland damit uneinholbar mit 3:1 in Führung.

Die abschließende 1:6, 6:3, 4:6-Niederlage von Michael Berrer im Duell der Ersatzspieer gegen Jun Woong-Sun hatte schließlich nur noch statistische Bedeutung.

Der Weltranglisten-28. war nach seinem Sieg im Auftakteinzel am Freitag und dem Doppelerfolg Samstag an allen drei deutschen Punkten direkt beteiligt. "Ich bin super-glücklich, wie es gelaufen ist", sagte "Kohli" nach dem entscheidenden Sieg gegen Lee: "Die ganze Woche war super für mich."

Nun kommt Spanien

Im Viertelfinale vom 11. bis 13. April ist Spanien Gegner des deutschen Teams. Als möglicher Austragungsort ist Bremen im Gespräch. Dann hofft Teamkapitän Patrik Kühnen auf ein Comeback von Tommy Haas, der momentan noch an den Folgen seiner dritten Schulter-OP laboriert: "Tommy ist mit seiner ganzen Davis-Cup-Erfahrung ein ganz, ganz wichtiger Mann für uns. Wir brauchen ihn gegen Spanien."

"Ich muss von Anfang an konzentriert sein", hatte Kohlschreiber vor dem Match am Sonntag gesagt: "Lee darf nicht ins Spiel kommen." Diesen Plan konnte er gegen den Weltranglisten-44. umsetzen, er ließ Lee zunächst keine Chance. Das Selbstvertrauen nach dem guten Auftakteinzel am Freitag und seinem ebenfalls starken Auftritt beim 6:1, 6:3, 6:3-Sieg im Doppel am Samstag an der Seite von Philipp Petzschner gegen Jun Woong-Sun/An Jae-Sung war ihm deutlich anzumerken. Schon nach 28. Minuten hatte er den Satz für sich entschieden.

Lee steigerte sich im zweiten Satz

Erst zum 1:1 im zweiten Satz konnte Lee erstmals ein Spiel gewinnen. Der Koreaner hatte am Freitag bei seinem Fünf-Satz-Sieg gegen Mayer 3:46 Stunden auf dem Platz gestanden und daraufhin auf seinen Einsatz im Doppel verzichtet. Nach seinem Spielgewinn wurde der 32-Jährige besser, leiste sich weniger Fehler, während bei Kohlschreiber das Niveau etwas sank. Insbesondere die Rückhand kam nicht mehr. Die Folge war ein Aufschlagverlust des Deutschen zum 2:3, der Lee zum Gewinn des Satzes ausreichte, obwohl Kohlschreiber im letzten Spiel noch einmal drei Breakbälle hatte.

Im dritten Satz hatte der Schwabe seinen Durchhänger aber wieder überwunden. Seine Grundschläge wurden wieder präziser, mit Stopps demonstrierte er sein Selbstvertrauen. Lee laborierte außerdem an einer Blase unter dem rechten Fuß und musste sich nach dem dritten Spiel behandeln lassen. Problemlos brachte der Augsburger nach schneller 4:0-Führung den Satz zu Ende.

Am Ende entschied die Fitness

Im vierten Durchgang aber machte sich die körperliche Belastung nach drei Tagen Tennis am Stück auch bei Kohlschreiber bemerkbar. Der 24-Jährige musste eine Verkrampfung in der rechten Wade behandeln lassen und erklärte das sehr eigenwillig: "Ich hatte ein mentales Zwicken in der Wade." Mit Mühe erreichte er den Tiebreak, in dem er nach 2:47 Stunden Spielzeit das bessere Ende für sich hatte und im sechsten Davis-Cup-Einzel seinen bislang wichtigsten Sieg feiern konnte.

© SID

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