Tennis Davis Cup
Kühnen vertraut auf Kiefer und Kohlschreiber

Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer werden die Einzel für Deutschland in der Davis-Cup-Partie gegen Spanien bestreiten. Das erklärte Teamchef Patrik Kühnen in Bremen.

Über zwei Jahre nach seinem letztem Davis-Cup-Match feiert Nicolas Kiefer im Viertelfinale vom 11. bis 13. April in Bremen gegen Spanien sein Comeback in der Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Kapitän Patrik Kühnen nominierte den 30-Jährigen neben Philipp Kohlschreiber als zweiten Einzelspieler für die Partie gegen die Iberer, die mit ihren Topstars Rafael Nadal und David Ferrer in der Hansestadt antreten.

"Gegen diese spanische Mannschaft sind wir Außenseiter", sagt Kühnen, als er die Nachricht von der spanischen Aufstellung erfuhr, "aber mit dem Heimvorteil, dem Publikum im Rücken und der Wahl des schnellen Bodenbelages wollen wir für eine Überraschung sorgen." Neben Kiefer und Kohlschreiber berief er Doppelspezialist Philipp Petzschner und Michael Berrer. Bei den Spaniern komplettieren Feliciano Lopez und Fernando Verdasco die Mannschaft.

Nadal und Ferrer treten für Spanien an

In dem Weltranglisten-Zweiten Nadal und dem -Vierten Ferrer bietet Spaniens Kapitän Emilio Sanchez absolute Weltklasseleute auf und auch das Doppel Verdasco/Lopez gehört mit zum Besten, was die Tenniswelt zu bieten hat. Hoffnung macht immerhin der Bodenbelag, der dem bis vor einem Jahr in Melbourne verlegten Grund entspricht - und da hatten die deutschen Spieler zuletzt ihre besten Ergebnisse, während Nadal stets Schwierigkeiten hatte. "Meine Niederlage in Miami gegen Nadal war vom Ergebnis her zwar deutlich, aber viele Spiele waren sehr eng", sagt Kiefer, "wir werden vor eigenem Publikum kratzen und beißen, um zu gewinnen."

Dass "Kiwi" nun erstmals nach der Erstrundenniederlage im Februar 2006 gegen Frankreich wieder zum DTB-Team zählt, liegt vor allem an der Absage von Tommy Haas. Der gebürtige Hamburger leidet an einer Nebenhöhlenerkrankung und muss seine dreimal operierte Schulter schonen. Auch auf den Arag World Team Cup im Mai in Düsseldorf und die Olympischen Spiele im August in Peking wird er deshalb verzichten. "Die Absage ist mir sehr schwer gefallen", teilte Haas mit, "aber meine Ärzte haben mir zu längeren Ruhepausen geraten."

Kühnen sieht "klar ansteigende Form" bei Kiefer

So ging kein Weg mehr an Kiefer vorbei. Der Hannoveraner stand in Miami immerhin in der dritten Runde, wo er allerdings gegen Nadal verlor. "Er hat dort eine klar ansteigende Form gezeigt", sagte Kühnen, der sich mit dem Niedersachsen ausgesprochen hat, "er hatte ja auch ein sehr gutes Comeback in der zweiten Jahreshälfte 2007." Der Krach von Halle sei aus der Welt geräumt: "Wir wollen nach vorne schauen. Kiwi ist hochmotiviert und ich bin sicher, dass er sich komplett ins Team einfügen wird."

Kiefer jedenfalls freut sich über seine Rückkehr: "Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass der Davis Cup etwas Besonderes für mich ist", erklärte er, "auch als ich zuletzt nicht gespielt habe, war ich in Gedanken immer beim Team." Für Kiefer ist die Rückkehr in die Mannschaft nach Bremen auch etwas ganz Besonderes. 1998 feierte er dort gegen Südafrika sein Davis-Cup-Debüt. Seine Einzelbilanz seitdem ist allerdings nicht besonders überzeugend: Acht Siegen stehen zehn Niederlagen gegenüber.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%