Tennis Daviscup
Haas verliert, Mayer schafft den Ausgleich

Tommy Haas hat beim Daviscup-Play-off gegen Thailand sein Auftakteinzel in fünf Sätzen gegen Danai Udomchoke verloren. Im zweiten Duell glich Florian Mayer mit 3:6, 7:6, 3:6, 6:2, 6:3 gegen Paradorn Srichaphan aus.

Licht und Schatten gab es beim Abstiegskampf der deutschen Mannschaft im Daviscup. Florian Mayer konnte im Play-off-Duell gegen Thailand in Düsseldorf den Patzer von Tommy Haas ausgleichen und die deutsche vor einem 0:2-Rückstand bewahren. Mayer gewann sein Einzel gegen Thailands Weltklassemann Paradorn Srichaphan mit 3:6, 7:6 (7:4), 3:6, 6:2, 6:3, nachdem Haas beim 3:6, 6:2, 6:7 (6:8), 6:3, 3:6 gegen den in der Weltrangliste 100 Plätze hinter ihm notierten Danai Udomchoke eine fast schon sensationelle Niederlage kassiert hatte. Am Samstag treten Alexander Waske (Frankfurt/Main) und Michael Kohlmann im Doppel gegen die Zwillinge Sonchat und Sanchai Ratiwatana an.

Haas am Boden zerstört

"Vielleicht war das meine schlimmste Niederlage, wenn wir am Ende absteigen, mit Sicherheit", murmelte Haas, den Schirm seiner Basecap tief ins Gesicht gezogen, und rätselte über die Gründe für das Scheitern: "Ich habe keine Erklärung, und ich weiß auch nicht, warum ich mich Ende des dritten Satzes plötzlich so schlapp gefühlt habe."

Dabei hatte Haas einen Blitzstart vorgelegt. Nach wenigen Minuten stand es bereits 3:0 für den Deutschen, dann drehte der 25-jährige Thai auf, gewann sechs Spiele in Folge und demzufolge auch den ersten Satz mit 6:3. Von diesem Schreck erholte Haas sich noch vergleichsweise schnell, er gewann den zweiten Durchgang mit 6:2, ließ sich aber im dritten Satz in den Tiebreak drängen, in dem er zwei Satzbälle vergab und Udomchoke damit die 2:1-Satzführung ermöglichte.

Der wieselflinke Asiate spielte keinesfalls Weltklassetennis, doch Haas ermöglichte es ihm durch viele eigene Fehler, das Kommando auf dem Platz zu übernehmen. Ab dem dritten Satz offenbarte die deutsche Nummer eins erhebliche körperliche Schwächen. Immer wieder ließ sich Haas von Physiotherapeut Klaus Eder an beiden Oberschenkeln behandeln, machte Dehnübungen zwischen den Ballwechseln und war nach langen Ralleys sichtbar mit seinen Kräften am Ende.

Klaus Eder rang nach dem Match um Erklärungsversuche, war aber offenbar ratlos. "Die Hitze, der Jetlag, da kommt vieles zusammen", meinte er, schien aber von den eigenen Worten wenig überzeugt. Immerhin ist Haas bereits seit einer Woche in Deutschland, mutßmaßte aber selbst, nach den kräftezehrenden US Open möglicherweise nicht lange genug regeneriert zu haben. Im Training in Düsseldorf waren allerdings keine körperlichen Beschwerden aufgetreten: "Ich habe mich die ganze Woche gut gefühlt."

Mayer hielt dem Druck stand

Florian Mayer ging mit einer schweren Bürde ins zweite Einzel gegen Paradorn Srichaphan, rang die einstige Nummer neun der Welt aber in fünf Sätzen nieder. "Im ersten Satz war ich viel zu passiv, da hat er mich einfach weggespielt." Der Druck sei speziell im fünften Satz ungeheuer groß gewesen: "Ich bin körperlich topfit, aber da hätte ich vor lauter Anspannung beinahe Krämpfe bekommen."

© SID

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