Tennis DM
Wilander, Leconte und Co. sollen DM retten

Die seit Jahren ein Schattendasein fristenden deutschen Meisterschaften sollen durch Altstars aufgewertet werden. Während der Titelkämpfe in Berlin treten Ex-Asse wie Mats Wilander und Henri Leconte zum Schaukampf an.

Mit Stars aus den Tagen des Tennis-Booms wollen die deutschen Meisterschaften wieder mehr Zuschauer anlocken. Deutschlands Daviscupsieger Michael Stich und Carl-Uwe Steeb sowie der frühere Weltranglistenerste Mats Wilander aus Schweden und der Franzose Henri Leconte treten im Rahmen der DM (3. bis 10. Dezember) in Seeburg vor den Toren Berlin in Schaukämpfen gegeneinander an und sollen damit die Besucher anlocken.

Ihre Matches werden ähnlich wie beim Profiboxen sehr plakativ angekündigt. So tritt der ehemalige Wimbledonsieger Stich am Sonntag (10. Dezember) unter dem Titel "French-Open-Revanche" gegen Publikumsliebling Leconte an. 1992 verlor Stich gegen den Franzosen in der dritten Runde der French Open in Paris.

Bei Steeb und Wilander geht es am Samstag (9. Dezember) um die "Revanche von Göteborg". Beim ersten deutschen Daviscupsieg 1988 war Steeb durch einen sensationellen Auftaktsieg gegen den damaligen Weltranglistenersten Wilander zum "Helden von Göteborg" geworden.

Kühnen erhofft sich Aufschwung

"Vielleicht erreichen wir durch diese Kombination einen Aufschwung für die deutschen Meisterschaften", meinte Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen, der 1988 in Göteborg zum siegreichen deutschen Team gehörte. 3 000 Zuschauer finden in der Seeburger Halle Platz, die Hälfte der Karten ist bereits verkauft.

"Unsere aktuellen Spieler müssen diese DM als Sprungbrett verstehen", sagte Klaus Eberhard, Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Die deutschen Spitzenspieler um Tommy Haas bleiben der DM traditionell fern, da es keine Weltranglistenpunkte zu gewinnen gibt. "Aber einige A-Kader-Athleten und der komplette B-Kader sind dabei", so Eberhard.

© SID

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