Tennis Doping
Nadal und Co. nicht auf der Doping-Liste

Laut einer Erklärung der spanischen Regierung sind keine Tennisspieler in den Doping-Skandal verstrickt. Entgegen Berichten einer französischen Zeitung stehen ausschließlich Radprofis im Visier der Fahnder.

Rafael Nadal ist laut einer Erklärung der spanischen Regierung am Dienstag ebenso wie andere Tennisprofis nicht in den Doping-Skandal verwickelt und demnach nicht im Visier der Ermittler, die ihren Fokus ausschließlich auf Radprofis gerichtet haben. Die französische Zeitung Journal du Dimanche hatte berichtet, dass der Name von French-Open-Sieger Rafael Nadal auf einer Liste gestanden habe, auf der unter anderem auch Radprofi Jan Ullrich aufgetaucht war. Nadal hatte alle Dopinggerüchte um seine Person umgehend zurückgewiesen.

Bereits am Montag hatte das spanische Sportministerium dem Fußball-Weltverand Fifa bestätigt, dass kein Fußballer des Dopings verdächtigt werde. "Wir dementieren heftigst, dass irgendwelche spanischen oder ausländischen Fußballer oder auch Tennisspieler in die Ermittlungen einbezogen sind", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Es sei eine Schande, dass anderslautende Meldungen in einer französischen Zeitung veröffentlicht wurden: "Die Berichte entbehren jeglicher Grundlage."

"Unsinn, unwahr, alles Lügen

Fröhlich, entspannt und souverän wirkte Rafael Nadal. Schon sein Dementi am späten Montagabend wirkte in Vortrag und Körpersprache absolut glaubwürdig: "Unsinn, unwahr, alles Lügen. Ich habe nie etwas Verbotenes eingenommen und werde das nie tun", sagte der Weltranglisten-Zweite nach seinem Viertelfinaleinzug in Wimbledon: "Ich bin so erzogen worden, nicht zu betrügen. Nicht im Sport und auch nicht im richtigen Leben."

Am Dienstag erhielt der zweimalige French-Open-Sieger dann Unterstützung vom spanischen Sportministerium und ganz London Sw19 atmete auf, kein Dopingskandal am Rande der All England Championships. "Es sind weder spanische noch ausländische Fußballer oder Tennisprofis in diese Untersuchung involviert", teilte der staatliche Sportausschuss mit, "der Ausschuss empfindet es als eine Schande, dass in einer französischen Zeitung Berichte aufgetaucht sind, die ohne Beweise nahelegen, dass Fußballer und ein namentlich erwähnter Tennisspieler in die Operation verwickelt seien." Nadal hat nun bereits über sein Management Anwälte einschalten lassen, die sich rechtliche Schritte gegen die Zeitung überlegen. Es könnte teuer werden.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%