Tennis Fed-Cup
Auch Schruff unterliegt - DTB-Damen 0:2 hinten

Im Fed-Cup-Heimspiel gegen die USA ist das deutsche Team mit 0:2 in Rückstand geraten. Nach der Auftaktniederlage von Anna-Lena Grönefeld unterlag Julia Schruff mit 6:4, 2:6, 5:7 gegen Jill Craybas.

Bereits nach dem ersten Tag haben die deutschen Tennis-Frauen kaum noch Chancen auf den Einzug ins Fed-Cup-Halbfinale. Im Heimspiel gegen den verletzungsgeschwächten Rekordsieger USA wurde das Team von Trainerin Barbara Rittner seiner Favoritenrolle nicht gerechnt und liegt 0:2 zurück. Bei einer Niederlage droht der Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) der erneute Abstieg aus der Weltgruppe.

Zunächst hatte Deutschlands Nummer eins Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) bei der verdienten 2:6, 6:3 und 5:7-Niederlage gegen Jamea Jackson ihre Nerven nicht im Griff und wurde ihrer neuen Rolle als Führungsspielerin nie gerecht. Danach konnte auch Julia Schruff (Augsburg) beim 6:4, 2:6, 5:7 gegen die amerikanische Nummer eins Jill Craybas trotz eines Matchballs die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer holen. "Anna-Lena hat heute maximal 30 Prozent ihres Könnens gezeigt, wenn überhaupt. Sie hat sich schlecht bewegt und schlecht aufgeschlagen. Sie war wie gelähmt", sagte Rittner, die zudem für die angeschlagene Schruff (Wadenprobleme) am Sonntag möglicherweise Martina Müller (Hannover) ins zweite Einzel schicken muss.

"Als Führungsspielerin war ich heute sehr angespannt und konnte mit dem Druck nicht umgehen. Schon vor der Partie hat man mir die Nervosität angemerkt. Ich habe einfach viel zu passiv gespielt und zu viele Fehler gemacht´, sagte die Weltranglisten-14. Grönefeld und fügte hinzu: "Man hat eindeutig gesehen, dass ich nicht mein bestes Tennis gespielt habe."

Dabei hatte Rittner noch am Freitag bei der Auslosung betont, ihr Team sei aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Lindsay Davenport und den Williams-Schwestern Favorit auf den ersten Einzug in das Semifinale des Fed-Cups seit 1995. Auch die Platzbedingungen waren eigentlich als Vorteil für die deutschen Tennis-Asse gedacht, doch vor allem Grönefeld-Bezwingerin Jackson profitierte vom langsamen Sandbelag. "Ich denke, das war ein Vorteil für mich. Dadurch wurden ihre harten Schläge neutralisiert", meinte die 19 Jahre alte Debütantin, die zuvor noch nie eine Top-15-Spielerin auf der WTA-Tour schlagen konnte.

"Leichte" Fehler machen Grönefeld das Leben schwer

Grönefeld stand auf der Anlage in Ettenheim gegen die international weitgehend unbekannte"JJ" Jackson bereits zum Auftakt auf verlorenem Posten. Deutschlands Nummer eins, die im März in Acapulco zum ersten Mal ein WTA-Turnier gewann, startete mit einem ihrer insgesamt sieben Doppelfehler in die Partie und musste gleich im ersten Spiel ein Break hinnehmen. Zahlreiche "leichte" Fehler und zwei weitere Aufschlagverluste machten der 20-Jährigen bereits im ersten Satz das Leben schwer.

Im zweiten Durchgang hatte die Nordhornerin trotz des 6:3 ebenfalls Probleme gegen die sicher agierende Jackson, die bei ihrem ersten Auftritt im Fed-Cup im Gegensatz zu Grönefeld keine Nervosität zeigte. Auch im dritten Satz befreite sich Grönefeld nicht aus ihrem Tief und verpasste trotz einer 5:4-Führung bei eigenem Aufschlag den zuvor fest eingeplanten ersten Punktgewinn für die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

Schruff verliert enges Match

Im zweiten Einzel hielt die Weltranglisten-52. Schruff lange Zeit gut mit gegen die 13 Plätze vor ihr eingestuften Craybas, gegen die sie zuletzt in Amelia Island deutlich 2:6 und 3:6 verloren hatte. Auch im dritten Satz drehte Schruff einen 0:2-Rückstand zu ihren Gunsten, am Ende schwanden aber Kräfte und Konzentration.

Nach dem 0:2-Rückstand am ersten Tag muss das deutsche Fed-Cup-Team am Sonntag sowohl die beiden Einzel als auch das Doppel gewinnen, um sich den Traum vom Einzug ins Halbfinale am 15. /16. Juli gegen Belgien oder Russland doch noch zu erfüllen.

© SID

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