Tennis Fed Cup
Fed-Cup-Frauen nach Niederlage abgestiegen

Die deutschen Fed-Cup-Frauen haben das Relegationsmatch um den Verbleib in der Weltgruppe gegen Argentinien verloren. Damit sind die Deutschen nur noch zweitklassig.

Die deutschen Tennis-Frauen müssen erneut den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Beim Relegationsmatch um den Verbleib in der Fed-Cup-Weltgruppe kassierte Angelique Kerber mit einem 3:6, 1: sechs gegen die weitgehend unbekannte Betina Jozami die entscheidende Niederlage zum 1:3 gegen Argentinien.

Zuvor hatte Rückkehrerin Martina Müller im dritten Einzel mit einem 2:6, 4:6 gegen Argentiniens Spitzenspielerin Gisela Dulko beim Stand von 1:1 die Führung für die Mannschaft von Teamchefin Barbara Rittner verpasst. "Das bessere Team hat gewonnen. Aber wir sind sehr enttäuscht und werden im nächsten Jahr alles versuchen, um in die Weltgruppe zurückzukehren", meinte Rittner, die zum 2: 3-Entstand nur noch einen 6:0, 1:6, 7:6 (7:2)-Erfolg im Doppel von Sabine Lisicki/Jasmin Wöhr über Jorgelina Cravero/Betina Jozami verbuchen konnte.

Erst im vergangenen Jahr hatten die Deutschen mit einem 3:2 über Japan die Rückkehr in den Kreis der weltbesten Mannschaften geschafft. Davor hatte es schon 2005 einen Aufstieg und im Jahr darauf gleich wieder den Abstieg für die Fed-Cup-Sieger von 1987 und 1995 gegeben. Argentinien spielt nun erstmals seit 2005 wieder in der Weltgruppe.

Müllers Sieg zu wenig

Immerhin hatte die Hannoveranerin Müller am Samstag mit einem überzeugenden 6:1, 6:0 über Jorgelina Cravero noch die Auftaktniederlage von Sabine Lisicki beim 2:6, 2:6 gegen Dulko ausgeglichen. Am Ende konnten aber Müller und auch die für Lisicki eingesprungene Kerber den erneuten Abstieg der deutschen Mannschaft nicht verhindern.

"Angelique steht nun mit dem Rücken zur Wand", hatte Rittner schon vor dem vierten Einzel erkannt. Doch die Kielerin konnte dem Druck nicht standhalten und kassierte als 79. der Weltrangliste schließlich die entscheidende Niederlage gegen die 110 Plätze schlechter eingestufte Jozami.

Dabei hatten die deutschen Chancen nach dem ersten Tag noch gut gestanden. Martina Müller zeigte in ihrem ersten Fed-Cup-Match nach zwei Jahren, in denen sie wegen Differenzen mit Rittner gefehlt hatte, eine gute Leistung gegen Cravero.

Rittner zollt Müller Respekt

"Ich habe großen Respekt vor Martinas Leistung. Sie hat in dieser schwierigen Situation ihre ganze Erfahrung ausgespielt", meinte Rittner. Am Ende reichte es für das wieder einmal neu formierte Team im argentinischen Sand aber nicht. Nur Lisicki hatte beim 1:4 in der ersten Runde gegen die USA schon im Team gestanden und dabei mit einem Zweisatzsieg über die frühere Weltranglistenerste Lindsay Davenport überrascht.

© SID

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