Tennis Fed Cup
Fed-Cup-Team forciert Rückkehr in die Weltspitze

Nach dem Erfolg gegen die Schweiz will das deutsche Fed-Cup-Team nun auch gegen China siegen und so in die Weltgruppe der acht besten Tennis-Mannschaften aufsteigen.

Mit der Erfolgsmannschaft und dem Geist von Zürich wollen die deutschen Tennisspielerinnen die Rückkehr in die Weltgruppe I der besten acht Mannschaft schaffen. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner nominierte für die Aufstiegs-Play-offs am 25./26. April in Frankfurt/Main gegen China erwartungsgemäß Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn), Sabine Lisicki (Berlin), Kristina Barrois (Stuttgart) und Tatjana Malek (Bad Saulgau).

In derselben Besetzung hatte sich die DTB-Equipe im Februar durch ein 3:2 in der Schweiz für die Aufstiegsrunde qualifiziert. "Die Nominierung war diesmal nicht so einfach. Aber ich habe mir dann gedacht: Ändere niemals eine siegreiche Mannschaft. Der Teamgeist in Zürich war schließlich der Schlüssel zum Erfolg", erklärte Rittner.

"Etwas besonderes, für eine Mannschaft zu spielen"

Ausgerechnet in Frankfurt hatte sie selbst 1992 gegen Spanien zusammen mit Steffi Graf und Anke Huber den bislang letzten deutschen Fed-Cup-Triumph gefeiert. "Der Pokal steht immer noch bei mir zu Hause. Das sage ich auch meinen Mädchen. Es ist immer etwas Besonderes, für eine Mannschaft zu spielen", erzählte die frühere Weltklassespielerin.

Rittner, die am 25. April ihren 36. Geburtstag feiert, sieht ihre Mannschaft zwar als Außenseiter, glaubt aber fest an die Rückkehr in die erste Tennis-Liga. "Die Chancen stehen vielleicht nur bei 30:70, aber wir spielen auf Sand, haben ein Heimspiel und die Mädels sind heiß", meinte die Leverkusenerin: "Sie reden seit dem Turnier in Miami vor ein paar Wochen schon von nichts anderem mehr als dem Fed Cup." Zuletzt hatten sich beide Teams in den Play-offs 2006 gegenübergestanden, in Peking gewannen die Gastgeberinnen damals klar mit 4:1.

China in Bestbesetzung

Rittner hatte zudem noch auf den ein oder anderen Ausfall beim Gegner spekuliert, da einige Spielerinnen Ärger mit dem chinesischen Verband haben. Aber vergeblich: China reist mit seinen beiden Topspielerinnen an, der letztjährigen Wimbledon-Halbfinalistin Zheng Li und der Weltranglisten-31. Li Na. Im Februar war das Team aus dem Reich der Mitte im Viertelfinale an Titelverteidiger Russland (0:5) gescheitert, hatte aber 2008 immerhin die Vorschlussrunde erreicht.

Große Hoffnungen setzt Rittner auf Grönefeld und Lisicki. Als deutsche Nummer eins geht diesmal Grönefeld ins Rennen, die nach ihrem starken Comeback und der Achtelfinal-Teilnahme bei den US Open im September 2008 zuletzt stagnierte. "Wir haben harte Gespräche geführt, das hat gefruchtet. Anna hat sich selbst im Weg gestanden, sie hat sich blockiert. Das musste ich ihr sagen", erzählte Rittner vom Dialog mit der Weltranglisten-55.

Auch im Doppel ist Grönefeld gesetzt, schließlich gewann sie in Zürich an der Seite von Malek das alles entscheidende Match. Rittner: "Die Chemie zwischen den beiden stimmt." Auch der zweiten Einzelspielerin Lisicki traut Rittner viel zu: "Sie sollte sich in der Weltrangliste nach oben keine Grenzen setzen. Sabine kann den Großen gefährlich werden."

Der Sieger der Partie zwischen Deutschland und China spielt 2010 in der Weltgruppe I. Der zweimalige Fed-Cup-Sieger Deutschland hatte das letzte Mal im April 2007 ein Heimspiel austragen dürfen. Der Centre Court im Frankfurter Tennisclub 1914 Palmengarten besitzt ein Fassungsvermögen von 1 500 Zuschauern.

© SID

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