Tennis Fed-Cup
Grönefelds Erfahrung soll gegen Kroatien helfen

Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner sorgte mit der Nominierung von Anna-Lena Grönefeld für eine Überraschung. Die Erfahrung der 21-Jährigen soll das deutsche Team in der Weltgruppe II heute gegen Kroatien zum Sieg führen.

Bereits im Vorfeld des Fedcup-Matches der Weltgruppe II am Wochenende in Fürth gegen Kroatien hat Teamchefin Barbara Rittner mit der Nominierung von Anna-Lena Grönefeld für das Einzel für eine große Überraschung gesorgt. Die 33-Jährige vertraut also ausgerechnet der Nordhornerin, die zuletzt mehr mit ihrer Niederlagenserie und Gewichtsproblemen Schlagzeilen gemacht hatte, als mit sportlichen Erfolgen. "Sie hat sehr gut trainiert und ist jeden Tag besser geworden", begründete Rittner ihre Entscheidung: "Außerdem hat sie mehr Erfahrung als Tatjana Malek."

Grönefeld tritt am heute im zweiten Match gegen Ivana Lisjak an, das Eröffnungsspiel bestreiten ab 12.00 Uhr die 27 Jahre alte Sandra Klösel gegen Jelena Kostanic-Tosic an. Am Sonntag (11.00 Uhr) folgen die weiteren Einzel Grönefeld gegen Kostanic-Tosic, Klösel gegen Lisjak und anschließend das Doppel der beiden 19 Jahre alten Talente Malek/Andrea Petkovic gegen Kostanic-Tosic/Lisjak.

Absturz auf Platz 45

"Anna-Lena hat auch vor zwei Jahren sehr gute Erfahrungen gegen Kroatien gemacht, als sie zwei Punkte geholt hat", erklärte Rittner das Comeback der 21-Jährigen, die seit Anfang März wegen ihrer sportlichen Krise eine Turnierpause eingelegt hatte. Seit der Trennung von Trainer Rafael Font de Mora nach den US Open im September konnte sie schließlich von 14 Matches nur zwei gewinnen. Von Rang 14 in der Weltrangliste stürzte sie auf Platz 45 ab.

Die Diskussionen um ihr Gewicht nerven Grönefeld "gewaltig", wie sie sagt: "Das ist doch meine Sache. Das geht doch nicht jeden etwas an." Zurückgezogen habe sie sich zuletzt, "weil ich Abstand gewinnen und den Kopf frei kriegen musste". Nach dem Aus in Doha gegen die allenfalls mittelmäßige Qualifikantin Katarina Bondarenko aus der Ukraine zogen Grönefeld und ihr neuer Coach Dirk Dier den vorläufigen Schlussstrich. Mit einem Ernährungsprogramm und mentalem Training versucht sie ebenfalls einen Neuanfang.

Nun soll der Fedcup also als Einstieg in bessere Zeiten dienen, in denen nicht Frust und Rückschläge für einen weiteren Niedergang sorgen, sondern in denen die nach wie vor talentierteste deutsche Spielerin wieder den Spaß am Tennis findet. Und offenbar lässt sich Grönefelds Comeback ganz gut an.

"Die alte Anna-Lena ist zurück"

"Die alte Anna-Lena ist zurück. Sie lacht wieder wieder auf dem Platz", erklärt die Teamchefin: "Sie hat sich schneller entwickelt, als ich es selber gedacht hätte. Vor zehn Tagen habe ich es noch nicht für möglich gehalten, dass sie im Einzel spielt." Dennoch schließt Rittner nicht aus, dass Malek am Sonntag das Einzel spielt: "Ich habe mit Tatjana über die Entscheidung gesprochen, sie ist natürlich ein bisschen traurig, aber es ist wichtig, dass sie die Spannung hält."

Sportlich geht es für die Damen des Deutschen Tennis Bundes (DTB) um den Verbleib in der Weltgruppe II. Und geht es nach der Statistik, ist der Gegner ein gutes Omen. 3:0 lautet die Bilanz gegen die Kroatinnen, die mit nur zwei Spielerinnen antreten.

© SID

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