Tennis Fed-Cup
Müller-Niederlage befördert DTB-Damen ins Aus

Die deutschen Tennis-Damen haben das Halbfinale des Fed-Cups endgültig verpasst. Nach der 6:7, 2:6-Pleite von Martina Müller gegen Jamea Jackson war das Aus der DTB-Damen besiegelt. Am Ende hieß es 2:3.

Das Halbfinale des Fed-Cups findet erneut ohne die deutschen Tennis-Damen statt. Nach der Niederlage gegen die USA muss das DTB-Team, das 1995 letztmals in der Vorschlussrunde stand, sogar wieder um den Klassenerhalt in der Weltgruppe bangen. Martina Müller aus Hannover unterlag im abschließenden Einzel der Weltranglisten-75. Jamea Jackson 6:7 (2:7), 2:6 und vergab damit den 2:2-Ausgleich gegen den Rekordsieger. Am Ende hieß es 3:2 für die US-Damen. Die Mannschaft von Teamchefin Barbara Rittner muss nun am 15./16. Juli gegen den Abstieg kämpfen. Der Gegner wird am kommenden Dienstag ausgelost.

Am Sonntag hatte die deutsche Nummer eins Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn mit dem 6:2, 7:5-Erfolg gegen US-Topspielerin Jill Craybas zunächst die Hoffnungen der 3 200 Zuschauer in Ettenheim auf den Einzug in das Semifinale erhalten. Das abschließende Doppel, das Grönefeld mit Jasmin Wöhr (Augsburg) 2:6, 6:4 und 6:2 gegen Shenay Perry und Vania King gewann, war nicht mehr von Bedeutung. Am ersten Tag hatten Grönefeld gegen Jackson und die Augsburgerin Julia Schruff gegen Craybas verloren.

Rittner trauert verpasster Chance hinterher

"Ich weiß nicht, wann wir das nächste Mal so eine Riesenchance auf das Halbfinale bekommen. Die Mannschaft ist leider viel zu unerfahren und nervös. Einige Dinge haben mir auch innerhalb der Mannschaft nicht gefallen, das werden wir schnell ansprechen", sagte Teamchefin Barbara Rittner nach der bitteren Pleite gegen die USA, die ohne die nominelle Nummer eins Lindsay Davenport und die Williams-Schwestern angetreten waren.

Vor allem die Niederlage der Weltranglisten-14. Grönefeld am Samstag gegen die an beiden Tagen wie aufgedreht spielende Weltranglisten-75. Jamea Jackson tat weh. "Sie ist auch nur ein Mensch, sie wird in die Rolle der Führungsspielerin sicher noch reinwachsen. Für die Zukunft ist mir nicht bange", sagte Rittner und nahm ihre Topspielerin bewusst in Schutz.

Bei Grönefeld hatte der heftige Rüffel ihres Trainers Rafael Font de Mora im Anschluss an die peinliche Pleite gegen Jackson am Samstag offenbar Wirkung gezeigt. "Es ist einfach wichtig, dass der Trainer so mit mir spricht, auch wenn man die Worte nicht gerne hört. Aber das bringt einen weiter. Ich bin heute mit dem Druck viel besser umgegangen", sagte Grönefeld, nachdem sie am Samstagabend noch mit den Tränen in den Augen die Anlage verlassen hatte.

Rüffel für Schruff

Zwar unterliefen Grönefeld auch zu Beginn der Partie gegen Craybas, die am Samstag Julia Schruff (Augsburg) in drei Sätzen besiegt hatte, einige "leichte" Fehler, doch spätestens Mitte des ersten Satzes hatte die Weltranglisten-14. das Heft des Handelns fest in ihren Händen.

Anschließend lag der Druck auf der in der Weltrangliste nur an Position 104 geführten Müller, die für die an Wadenproblemen leidende Weltranglisten-52. Schruff am Sonntag das zweite Einzel spielte. Doch die erst 19-Jährige Jackson ließ nichts anbrennen und machte an dem Wochenende mit ihren beiden Siegen über Grönefeld und Müller den entscheidenden Unterschied.

Barbara Rittner ließ denn auch Kritik an Julia Schruff nicht vermissen: "Ich kann nicht verstehen, wie man nach 74 Minuten Wadenkrämpfe bekommen kann. Wenn einem der Fed-Cup so wichtig ist, spielt man nicht in der Vorwoche noch ein Turnier in den USA."

© SID

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